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Celle Stadt Podiumsdiskussion lässt viele Fragen offen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Podiumsdiskussion lässt viele Fragen offen
17:27 07.09.2018
Auf dem Podium saßen die einzelnen Vertreter der im Stadtrat vertretenen Parteien sowie die Referenten der Metropolregion Hannover, Vertreter der Stadt Göttigen und des ADFC. Quelle: Birgit Stephani
Celle

Daniel Biermann (AfD) brachte es gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion zum Auftakt der Celler Mobilitätstage auf den Punkt: "Mal sind wir Fußgänger, mal Radfahrer, mal Autofahrer." Mit nur einem Satz beschrieb er damit die Problematik, die sich durch die gesamte eineinhalbstündige Gesprächsrunde zog, nämlich der generellen Frage, was Mobilität überhaupt bedeutet. Die Ausgangssituation: zehn Personen auf dem Podium sitzen rund 30 Zuhörern gegenüber und tauschen sich über Lebensqualität und Klimaschutz aus. Das Problem daran: Beim Großteil der Podiumsteilnehmer handelt es sich um Laien oder besser gesagt Lokalpolitiker.

Jeweils ein Vertreter der im Rat der Stadt Celle vertretenen Partei durfte auf dem Podium Platz nehmen. Diskutiert werden sollte über die Themen, die zuvor in drei verschiedenen Vorträgen konkretisiert wurden: E-Mobilität, klimaverträgliche Verkehrsplanung und zukunftsfähiger Fahrradverkehr. Das grundsätzliche Thema suchte man daher vergeblich und so kam es, wie es kommen musste: eine Diskussion entstand zu keinen Zeitpunkt. Jeder der Podiumsteilnehmer hatte zu Beginn die Möglichkeit, seine Gedanken zum Themenkomplex kund zu tun.

Biermann forderte daher alle Verkehrsteilnehmer zum defensiven Verhalten im Straßenverkehr auf und stellte die E-Mobilität insofern infrage, in dem er feststellte: "Es gibt Technologien, die sich erst einmal durchsetzen müssen. Der Markt fragt die Produkte derzeit noch nicht nach."

Patrick Brammer (SPD) hingegen entschuldigte sich dafür, dass er zur Veranstaltung statt mit dem Fahrrad mit dem Auto gekommen sei. Joachim Falkenhagen (FDP) stellte erst einmal fest, dass er viele Radfahrer sehe, die rücksichtslos dort fahren, wo es ihnen gefällt und wie es ihnen passt. Heiko Gevers (CDU) war der Meinung, die Industrie in Deutschland habe einiges verschlafen. Bernd Zobel (Grüne) wiederum freute sich darüber, dass die Stadt Celle mit den Mobilitätstagen eine Idee der Grünen aufgegriffen habe.

Nach diesen ersten Statements aller ging es nicht in die Diskussion, sondern in umgekehrter Reihenfolge durfte jeder auf dem Podium erneut Stellung zu den Themen nehmen. Für das Publikum mehr als enttäuschend: am Ende blieb kaum noch Zeit, für Fragen, sodass dem Betrachter durchaus die Frage nach dem Sinn der Veranstaltung in den Kopf kam.

Letztlich fasste Annegret Pfützner aus dem Publikum, ansonsten aber Grünen-Politikerin, die Veranstaltung zusammen: "Mir fehlt auf dem Podium die weibliche Note." Damit hatte sie durchaus nicht ganz Unrecht, denn tatsächlich saßen dort nur männliche Kollegen.

Von Birgit Stephani

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