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Celle Stadt Nigge hebt Wiederbesetzungssperre auf
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Nigge hebt Wiederbesetzungssperre auf
16:53 17.05.2019
Von Gunther Meinrenken
Oberbürgermeister Jörg Nigge möchte für mehr Motivation unter den städtischen Mitarbeitern sorgen. Quelle: Christian Link
Celle

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass der damalige Celler Oberbürgermeister, Dirk-Ulrich Mende (SPD), wegen der Finanzklemme der Stadt eine Haushaltssperre erlassen hat. Das hatte vor allem Folgen für die Mitarbeiter: Frei werdende Stellen wurden zunächst für mindestens sechs Monate, oftmals bis zu einem Jahr, nicht wiederbesetzt. „Und die verbleibenden Mitarbeiter mussten die Lücke füllen. Das hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass immer mehr Aufgaben auf immer weniger Schultern verteilt wurden“, erläutert Stadtsprecherin Myriam Meißner. Mendes Nachfolger Jörg Nigge (CDU) hat nun Erbarmen mit den Angestellten der Stadt. Er hat die Wiederbesetzungssperre jetzt aufgehoben – zumindest für alle Pflichtaufgaben.

Hohe Belastung für Mitarbeiter

Vor ein paar Monaten sorgte der relativ hohe Krankenstand innerhalb der Stadtverwaltung für Diskussionsstoff. Möglich, dass Nigge auch deshalb nun die Entscheidung seines Vorgängers wieder zurücknimmt. Zumindest schreibt Nigge in einem Brief an die Mitarbeiter: „Ich habe in den zwei Jahren meiner Amtszeit erleben müssen, welche Auswirkungen diese (die Wiederbesetzungssperre) auf jeden Einzelnen von Ihnen hat und ich bin nicht mehr bereit, Sie dieser Belastung weiterhin auszusetzen. Sie haben Ihren Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet, Sie haben großartigen Einsatz für unsere Stadt gezeigt. Das möchte ich hiermit honorieren.“

Freie Stellen bei Pflichtaufgaben besetzen

Bei Pflichtaufgaben können die Fachdienste nun freie Stellen sofort wiederbesetzen. „Bei freiwilligen Aufgaben der Verwaltung werden wir nicht mehr zwingend an der Wiederbesetzungssperre festhalten, sondern Einzelfallentscheidungen treffen“, so Nigge, dem es darum gehe, „die Stadtverwaltung als modernen, flexiblen Arbeitgeber zu gestalten, dessen Mitarbeitende sich jeden Morgen motiviert und mit Freude auf den Weg ins Büro machen. Dies braucht natürlich Zeit und Ihre Unterstützung.“

Arbeitgeber hat Fürsorgepflicht

Nigge gegenüber der CZ: „Die Mitarbeiter der Verwaltung haben in den vergangenen fünf Jahren mit hoher Motivation und sehr großem Einsatz dazu beigetragen, Kosten einzusparen und damit die Fehler der Vergangenheit, die überhaupt erst zu der desaströsen finanziellen Situation geführt haben, mit ausbaden müssen“. Und Stadtsprecherin Meißner ergänzt: „Wer vernünftige Arbeit leisten will und in der Anzahl ständig steigende und komplexere Sachverhalte zu bearbeiten hat, muss seitens des Arbeitgebers entsprechende Rahmenbedingungen zur Seite gestellt bekommen. Die Stadt hat als Arbeitgeber eine Fürsorgepflicht und konnte das in diesem Fall so nicht länger mittragen“.

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