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Celle Stadt Politik will noch Informationen über Folgekosten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Politik will noch Informationen über Folgekosten
15:03 13.06.2010
Von Gunther Meinrenken
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Celle Stadt

Juliane Schrader (Grüne) wollte ganz „neutral gemeint“ wissen, was denn eine Mitgliedschaft der Stadt bringen würde, an Ausschussvorsitzende Amei Wiegel gerichtet, die der Antrag einreichenden SPD angehört, meinte Schrader: „Eigentlich habe ich jetzt zur Begründung eine flammende Rede erwartet“.

Wiegel wollte sich daraufhin ins Zeug legen, führte aus, dass es bereits viele Absichtserklärungen von Kommunen, sich gegen Rassismus zu wenden, gebe, es aber wichtig sei, weitergehend zu diesem Thema zu arbeiten. In Celle fange man nicht bei Null an, es sei jedoch sinnvoll, sich mit anderen Städten zu vernetzen und zum Beispiel auch Aktionen wie „Schulen gegen Rassismus“ weiter zu befördern. „War das flammend genug?“, wandte sich Wiegel am Ende an Schrader, die mit einem „Joa“ deutlich machte, dass die müden Erläuterungen von Wiegel sie nicht gerade vom Hocker gehauen hatten.

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Joachim Falkenhagen, Fraktionvorsitzender der FDP, nahm Bezug auf die Haushaltslage der Stadt Celle. „Es ist schade, dass man bei diesem Thema nach den Kosten fragen muss“, so Falkenhagen, der gerne erörtert haben wollte, was da auf die Stadt Celle zukomme. Der Mitgliedsbeitrag würde zwar nur 500 Euro betragen, dennoch „stecke eine Menge Arbeit dahinter“, die vom städtischen Personal geleistet werden müsse.

1. Stadträtin und Kämmerin Susanne Schmitt schlug vor, sich in den Städten Wolfsburg und Hannover nach den Kosten, die durch die Mitgliedschaft entstehen, zu erkundigen. Im Sozialausschuss soll das Thema dann noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt werden.

● Die Europäische Städte-Koalition gegen Rassismus wurde 2004 in Nürnberg als Teil der Unesco-Initiative „Internationale Städte-Koalition gegen Rassismus“ gegründet. Die Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, Rassismus und Diskriminierung auf kommunaler Ebene zu bekämpfen. Die Mitglieder verpflichten sich zur Umsetzung eines Zehn-Punkte-Aktionsplanes zur Bekämpfung von Rassismus auf kommunaler Ebene in Europa. Unter anderem sollen demnach ein Beobachtungs- und Solidaritäts-Netzwerk aufgebaut, Opfer von Rassismus unterstützt und ungleiche Bildungs- und Erziehungschancen bekämpft werden.