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Celle Stadt Regenwasser wird teurer
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Regenwasser wird teurer
09:51 11.09.2018
Von Michael Ende
Sanierungsarbeiten an den Regenwasser-Kanälen gehören zu den Faktoren, die die Gebühren in die Höhe treiben. Quelle: Daniel Naupold
Celle

So soll die Niederschlagswassergebühr, die Grundstückseigentümer bezahlen, deren Regenwasser in den Kanal geleitet wird, im kommenden Jahr erhöht werden: von 67 auf 76 Cent pro Quadratmeter "abflusswirksamer" Fläche jährlich. Dagegen soll die Schmutzwassergebühr stabil bei 2,60 Euro pro Kubikmeter bleiben.

Der Frischwasserverbrauch habe sich in den Jahren 2016 und 2017 auf leicht gestiegenem Niveau bei rund 3,5 Millionen Kubikmetern stabilisiert, erläutert Stadtentwässerungs-Betriebsleiter Michael Martin: "Aufgrund des über dem Planwert liegenden Frischwasserverbrauchs und der daraus resultierenden Mehreinnahme sowie durch Einsparungen im Bereich der Unterhaltung und der Personalkosten kam es im Jahr 2017 zu einer Überdeckung in Höhe von 1,12 Millionen Euro." Deshalb könne man etwa Kostensteigerungen etwa bei Löhnen und Material ausgleichen, so dass eine Erhöhung der Schmutzwassergebühr nicht notwendig sei, so Martin.

Anders sehe es bei der Niederschlagswassergebühr aus, wo man mit einem Defizit rechnen müsse, so Martin. Der Aufgabenschwerpunkt des Kanalbetriebs seien im Jahr 2017 die Regenwasserkanäle gewesen. "Daher gab es in diesem Bereich einen erhöhten Reinigungs- und Unterhaltungsaufwand." Außerdem habe man in Scheuen mit Sanierungen begonnen. Aktuell werde die Entschlammung der Regenrückhalte- und Versickerungsanlagen geplant; außerdem sei die Tarifkostensteigerung höher ausgefallen, als in der Kalkulation 2018 angenommen. Hinzu komme, dass sich der Anteil der "Sonderbauwerke" kontinuierlich erhöhe, so Martin. Beispiel dafür gebe es am Neumarkt oder am Nordwall. Da Jahr 2017 mit einem Minus von 479.000 Euro abgeschlossen habe, müsse die Niederschlagswassergebühr erhöht werden.

Wie sich die Dürrephase dieses Jahres auf kommende Gebühren auswirken werde, könne man nur erahnen, so Martin: "Wir haben in den beiden vergangen Jahren schon einen gestiegenen Frischwasserverbrauch registriert, und wenn die Leute jetzt wiederum mehr Wasser zum Beregnen entnommen haben, würde das bei uns zu Mehreinnahmen führen, die wir natürlich an unsere Kunden weitergeben würden." Dann könnte das Wasser also wegen des gestiegenen Verbrauchs günstiger werden.

Die Wassergebühren stehen auf der Tagesordnung der Sitzung des Betriebsausschusses der Stadtentwässerung, die am Donnerstag, 13. September um 17 Uhr im "AquaCelle" auf dem Gelände der Stadtentwässerung beginnt. Thema dann auch: Die Investition von 1,45 Millionen Euro aus dem Haushalt der Stadtentwässerung für die Erschließung des neuen Groß Hehlener Wohngebiets "Im Tale". Gestrichen werden soll dafür die Sanierung der Straße "Galgenberg."

"Am Rat vorbei": "Erstaunt, aber auch erfreut" nehmen das die Celler Grünen zur Kenntnis – schließlich hatten sie genau dies in den vergangenen Haushaltsberatungen beantragt. Damals allerdings ohne Erfolg. Jetzt missfällt dem Grünen-Ratsherrn Stephan Ohl die Art und Weise dieses Umschwungs: „Es gibt einen gültigen Ratsbeschluss für die Maßnahme Galgenberg samt einer Verpflichtungsermächtigung für das Haushaltsjahr 2019. Auch wenn uns die aktuelle Entscheidung erfreut, halten wir es für höchst problematisch, diesen Beschluss jetzt einfach zu ignorieren. Hier wird am Rat vorbei Politik gemacht." Ohl bemängelt die fehlende Kommunikation im Vorfeld: "Das geht so nicht."

Die Besucher in Kunst & Bühne erlebten am Freitag eine bemerkenswerte Jazz-Session mit außergewöhnlichem Konzept.

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