Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt "Rennen ist nur Sahnehäubchen"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Rennen ist nur Sahnehäubchen"
11:49 16.09.2018
Zehn Teams mit insgesamt 51 Fahrern sind am Samstagvormittag beim Seifenkistenrennen an der Dörnbergstraße an den Start gegangen. Quelle: Kimberly Wojahn
Celle

Anfeuerungsrufe, lautes Klatschen und Jubel ertönen, als die beiden Seifenkisten in Sichtweite kommen. Immer schneller werden sie auf ihrem Weg die Dörnbergstraße hinab ins Ziel – bis sie die Ziellinie überqueren und lautstark bremsen. Kevin Schedensack, Lehrer an der Waldwegschule, steigt aus einer der Seifenkisten, dem Minionflitzer. Er hat gerade sein erstes Rennen des Tages hinter sich – dass er dabei nicht gewonnen hat, ist für ihn Nebensache. „Am besten ist das Gefühl, wenn einem der Wind um die Nase bläst“, erklärt er seine Begeisterung. „Man ist viel näher an der Strecke dran als beim Autofahren, das ist das faszinierendste an der Sache“. Vor drei Jahren fuhr der Lehrer das erste Mal für das Team der Waldwegschule, seitdem ist er jedes Mal wieder dabei.

Schedensack ist einer von 51 Fahrern aus zehn Teams, die am vergangenen Samstag am 9. Celler Seifenkistenrennen teilgenommen haben. Eine Rampe, die von der Ladefläche eines Lkws auf den Boden führt, stellt den Start der Strecke dar, danach geht es 450 Meter die Dörnbergstraße hinab, bevor zwei Strohballen das Ende markieren. Kommentator Jan Stelter führt mit ansteckender Begeisterung durch die einzelnen Läufe, verkündet die Sieger der Rennen. Der Sieg sollte jedoch nicht das Wichtigste sein. „Es gibt zwar auch Preise, aber Anerkennung und Spaß sind wichtiger“, findet er.

Anerkennung bekommen vor allem die verschiedenen Designs der Seifenkisten: die zehn Teams haben mit viel Aufwand und großer Kreativität an ihnen gearbeitet. So fährt der HSV gegen Mercedes oder der Minionflitzer gegen den DLRG-Jet. Oskar Breuer vom Team Silberpfeifen ist zum dritten Mal dabei und tüftelt immer mit seiner Familie an den Kisten. „Da es uns so viel Spaß macht, bauen wir jedes Jahr eine neue“, erklärt er und ergänzt: „Aber das Fahren macht mehr Spaß.“ Für Klaus Basbøll, der gemeinsam mit Detlev Soetbeer das Rennen organisiert, hat der pädagogische Effekt im Vorfeld besondere Bedeutung: „Die Eltern basteln und gestalten mit ihren Kindern die Seifenkisten, das Rennen ist nur das Sahnehäubchen“. Seit 2010 ist er dabei, nächstes Jahr wird es das letzte von ihm veranstaltete Seifenkistenrennen in Celle sein. In den vergangenen Jahren konnte er beobachten, dass die Nachfrage zurückgegangen ist. Unterhaltung solle möglichst schnell sein, eine Seifenkiste zu bauen erfordere jedoch einiges an Aufwand.

Waren es zu Beginn der Veranstaltung überwiegend Familienmitglieder und Freunde der Fahrer, kommen mit jedem Rennen mehr Schaulustige an die Strecke, angelockt von den Anfeuerungsrufen und dem lautstarken Jubel. Strahlender Sonnenschein sorgt für perfekte Bedingungen. Vom Lärm neugierig gemacht, kommen auch Anwohner der Dörnbergstraße aus ihren Häusern oder verfolgen die Läufe einfach aus ihren Fenstern – die beste Sicht haben sie von dort allemal. Ob das Rennen nächstes Jahr wieder vor ihrer Tür stattfinden wird, wird sich jedoch noch herausstellen. Denn Basbøll hat einen Traum: „Das 10. Celler Seifenkistenrennen soll ein Nachtrennen am Harburger Berg sein.“

Zehn Teams mit insgesamt 51 Fahrern sind am Samstagvormittag beim Seifenkistenrennen an der Dörnbergstraße an den Start gegangen.

Von Vanessa Fillis

Als Erfolg wertet die Bundeswehr ihre Übung "Schneller Adler", zu deren Gelingen Celler Soldaten maßgeblich beigetragen haben.

Michael Ende 15.09.2018

In der Probezeit kündigt der neue Tierheimleiter, es gehen zwei Abwasserpumpen kaputt und die finanziellen Schwierigkeiten scheinen kein Ende zu nehmen. Der Trägerverein kann jede Hilfe gebrauchen.

Dagny Siebke 15.09.2018

Stephen Sachs Stück „Das Original“ überzeugt bei seiner Premiere im Malersaal des Celler Schlosstheaters.

14.09.2018