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Celle Stadt Residenzhalle putzt sich für Umzug heraus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Residenzhalle putzt sich für Umzug heraus
18:40 16.06.2010
Von Gunther Meinrenken
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Celle Stadt

Ein paar Meter über dem Boden sitzt Jürgen Kaczmarek auf einem Baugerüst. Bewaffnet mit einer Malerrolle trägt er graue Farbe auf die Fassade der Residenzhalle auf. Sein Schauspielerkollege Hartmut Fischer hat sich unterdessen einen weißen Schutzanzug übergezogen und macht sich auf den Weg zur Südostseite des Gebäudes, um den Maskenbildnerinnen Claudia Meyer und Annika Hage, dem Tischler Sven Laudien und der Leiterin des Malersaals, Birgit Bott, beim Auftragen von Schlossfragmenten zu helfen. Alle Mitarbeiter des Schlosstheaters packen mit an, um die Ausweichspielstätte der Celler Bühne, in der der Spielbetrieb für die kommenden zwei Spielzeiten stattfinden wird, herzurichten.

Wesko Rohde, Technischer Leiter des Schlosstheaters, ist begeistert über das Engagement seiner Kollegen und über das, was alles mit der Unterstützung von Eigenarbeit schon alles geleistet wurde in und an der Residenzhalle. „Die Halle wurde einmal komplett gestrichen, die Container sind aufgebaut, die Beleuchtungstraversen hängen, die Tontechnik ist fertig, bei der Beleuchtung sind wir gerade dabei“, zählt Rohde nur einige der Baustellen auf, die bereits erledigt worden sind oder kurz vor dem Abschluss stehen. Noch in dieser Woche etwa sollen sage und schreibe 350 Scheinwerfer in der Residenzhalle und der kleinen Residenzhalle aufgehängt werden.

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„In dieser Woche wollen wir noch die so genannte Inspizientenrufanlage installieren“, meinte Rohde und weist auf einen dicken Kabelstrang, der in der Ecke der Residenzhalle aus der Wand hängt. Das sei das „Rückenmark des Theaters“. Über die Anlage werden die Schauspieler zu ihren Auftritten gerufen und die gesamte Technik mit den Auftritten koordiniert. „Die Anlage muss in alle Bereiche der Residenzhalle verlegt werden, von den Toiletten bis in die Büros“, erklärte Rohde.

Zum großen Umzugsfest am Sonnabend, 26. Juni, werden die Besucher sich schon einmal einen ersten guten Eindruck von der neuen Spielstätte machen können. So wird etwa schon einmal ein Zuschauerpodest aufgebaut, damit die Theaterliebhaber sich vorstellen können, wie später die Sitze aufgestellt werden. Alles wird man jedoch noch nicht fertig haben. „Es gibt noch genug zu tun – Eingangsbereich, Behindertenrampen, Ausschilderung“, nennt Rohde nur einige Punkte.