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Celle Stadt Resolution gegen Herabstufung der Aller / Erster Teilerfolg in Berlin
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Resolution gegen Herabstufung der Aller / Erster Teilerfolg in Berlin
13:08 08.07.2011
Von Michael Ende
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Celle Stadt

"Die daraus resultierenden Konsequenzen sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar", so Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD). In einer Resolution haben die Mitglieder des Rates jetzt gefordert, mit Blick auf die touristischen Belange der Region die Aller als „Wasserstraße für den Wassertourismus“ einzustufen.

"Die von der Bundesregierung beabsichtigte Herabstufung unserer Aller hätte mittelfristig zur Folge, dass zukünftig jeglicher Schiffsverkehr ein für allemal stückweise aus unserer Region verschwinden würde. Und aus diesem Grund sind wir als Rat verpflichtet, gegenzusteuern, bevor der Bund weitere Fakten schafft", so Joachim Schulze (SPD). Eine wachsende Tourismusregion wie die Celler brauche die Aller: "Wenn wir jetzt aufgeben und keinen Widerstand organisieren, haben wir als Stadt gegen die Ministerialbürokratie schon verloren."

Die Umstrukturierung im Bundeswasserstraßengesetz möge zwar in Einzelbereichen sinnvoll sein - aber man dürfe "nicht alles in dieser Welt unter ein betriebswirtschaftliches Diktat stellen", betont Schulze: "Die Aller gewinnt immer mehr an Bedeutung für unseren Tourismus, und wenn wir diese Perspektive weiterentwickeln wollen, dann ist im Verbund mit den anderen Alleranliegergemeinden massiver Aufstand gegen dieses Herabstufungsverfahren angesagt. Hier ist im Rahmen einer Vernetzung die gesamte Region aufgerufen, diesen Aufstand zu organisieren."

Ein weiterer Aspekt dürfe nicht unberücksichtigt bleiben, so Schulze: "Wer sagt uns eigentlich, dass nicht in zehn bis 15 Jahren eine Revitalisierung der Binnenschifffahrt wieder zum Tragen kommen könnte, da dieses ja immer noch die günstigste Methode ist, Güter zu transportieren? Auch unter umweltpolitischen Aspekten ist dieses mehr als überlegenswert."

Unterdessen hat der Verkehrsausschuss im Bundestag beschlossen, den Kriterienkatalog zur künftigen Kategorisierung der Bundeswasserstraßen zu erweitern: Künftig sollen neben der auf dem Fluss beförderten Tonnage, die ursprünglich als einzige Richtschnur dienen sollte auch Kriterien wie Wertschöpfung, Verkehrsaufkommen und Verkehrsfunktion bei der geplanten Kategorisierung von Wasserstraßen berücksichtigt werden. "Damit wurde bereits eine unserer Forderungen berücksichtigt", so der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Karl-Heinrich Langspecht.