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Celle Stadt Schepelmann erklärt Wolfspolitik für gescheitert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Schepelmann erklärt Wolfspolitik für gescheitert
09:50 28.11.2019
Von Christoph Zimmer
In Bargfeld wurden in vier Wochen rund 40 Schafe offenbar von einem Wolfsrudel gerissen. / Symbolfoto Quelle: Carsten Rehder
Celle

Nach den Wolfsrissen bei Bargfeld erklärte Jörn Schepelmann die Wolfspolitik des Landes für gescheitert. "Wir brauchen nun endlich ein klares Wolfsmanagement mit Abschussquoten", sagte der Landtagsabgeordneter der CDU aus Eicklingen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Dies sei mit Blick auf die aktuelle Rechtslage möglich, heißt es in der Donnerstagsausgabe. Entscheidend sei der Wille. "Ansonsten verlieren wir die Weidetierhaltung und damit unsere wunderschöne Kulturlandschaft", sagte Schepelmann der HAZ.

Jörn Schepelmann, Landtagsabgeordneter der CDU aus Eciklingen, hält den Abschuss der Wölfe rechtlich für möglich.  Quelle: Benjamin Behrens

CDU fordert Abschuss von Wolfsrudel

Gemeinsam mit anderen Politikern der CDU fordert Schepelmann demnach von Umweltminister Olaf Lies (SPD), das offenbar für die Angriffe bei Bargfeld verantwortliche Wolfsrudel für den Abschuss freizugeben. Wie die HAZ berichtet, hatte Schepelmann zuvor gemeinsam mit dem Fraktionsvize der CDU, Martin Bäumer, den Schäfer in der Gemeinde Eldingen besucht.

Schepelmann: Schäfer werden alleingelassen

Von den vermeintlich wolfssicheren Schutzzäunen hätten sich die Raubtiere nicht aufhalten lassen, werden die Politiker in dem Bericht der HAZ zitiert. Dem zuständigen Wolfsbüro warfen sie Plan- und Ratlosigkeit vor, das Ministerium würde lediglich "Meditationskreise" empfehlen. "Die Schäfer werden alleingelassen. So geht es einfach nicht weiter." Daher werde die CDU die Entnahme des Rudels beantragen, sagte Schepelmann der Zeitung.

Martin Bäumer, Fraktionsvize der CDU, besuchte gemeinsam mit Schepelmann den Schäfer aus Bargfeld.  Quelle: Emily Wabitsch

Umweltministerium hält Kritik von Schäfer für ungerechtfertigt

Nach eigenen Angaben hat das niedersächsische Umweltministerium bislang nicht den Plan, Wölfe in der Region zu entnehmen. In der HAZ erklärte ein Sprecher, dass es hier mit sieben Rudeln und einem Pärchen im Vergleich relativ viele Wölfe gebe. Die Kritik hält er mit Blick auf die Vorfälle in Bargfeld aber nicht für angebracht. "Es gibt keinen Schäfer in Niedersachsen, um den sich das Wolfsbüro, die Wolfsberater und das Ministerium mehr gekümmert haben", sagte der Sprecher der HAZ. Vielmehr habe der Schäfer "trotz zahlreicher Empfehlungen und Zuschüssen von mehreren tausend Euro für Zäune und Netze nicht dazu beigetragen, dass die Wolfsrisse unmöglich gemacht werden".

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