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Celle Stadt SPD: Kein Geld für "Wünsch-Dir-was-Anträge"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt SPD: Kein Geld für "Wünsch-Dir-was-Anträge"
09:52 14.07.2011
Von Michael Ende
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Celle Stadt

CELLE. “Es ist schon bemerkenswert, wenn gestandene Kommunalpolitiker der CDU im Lichte der dramatischen Celler Haushaltslage mit Wünsch-Dir-was –Anträgen den Eindruck erwecken wollen: Hoppla, wir können uns doch noch alles leisten.” Ehlers “unnötiger” Vorstoß lasse auf “blamable” Unkenntnis der Realitäten schließen, meint Schulze.

Ärgerlich werde es insbesondere, wenn Anträge zu Themenbereichen gestellt werden, die schon seit längerer Zeit von der Verwaltung erfolgreich bearbeitet würden, so Schulze: “Ein besonders typisches Beispiel ist der aktuelle CDU-Antrag zu den sogenannten Kinderstadtteilplänen. Hier will Ratsmitglied Ehlers kinderfreundliches Engagement suggerieren und pro Ortsteil 3000 Euro investieren, um diese Pläne entwickeln zu lassen. Das wären bei 13 Ortsratsbereichen 39.000 Euro als zusätzliche Belastung für den Stadthaushalt. Eine beachtliche Summe, bei einer städtischen Haushaltslage, die dem CDU-Kompetenzteammitglied Ehlers eigentlich bekannt sein sollte.”

Was Ehlers aber der Celler Öffentlichkeit und den Steuerzahlern verschweige, sei der Tatbestand, dass die Stadt Celle zusammen mit interessierten Celler Jugendlichen an diesem Thema schon seit längerem erfolgreich arbeite, sagt Schulze: “Unter anderem erforschen und testen die sogenannten Stadtteildetektive in Celle bereits seit 2009 Spielmöglichkeiten und bestehende Spielplätze in unserer gesamten Stadt. Über 500 Mädchen und Jungen aus Celle haben in Zusammenarbeit mit der Jugendpflege und dem Fachdienst Tief-und Landschaftsbau bereits über 40 Spiel-und Bolzplätze getestet und bewertet. Die Verwaltung hat diese Bestandsaufnahme und Erkenntnisse sowie die „Forschungsergebnisse“ der Jugendlichen in Form eines aktuellen Spielplatz-Stadtplanes den Kindern und Jugendlichen wieder zur Verfügung gestellt.” Die Spielplatzforscher arbeiteten weiter.

“Falls hierzu doch zukünftig Finanzmittel benötigt werden, so sollte dieses nicht über den Gesamthaushalt der Stadt Celle, wie es die CDU vorschlägt, abgerechnet werden”, so Schulzes Vorschlag: “Diese Projekte sollten dann durch die noch betroffenen Ortsräte begleitet werden, die dann auch die notwendige finanzielle Unterstützung wenn nötig aus Ortsratsmitteln zur Verfügung stellen sollten.”