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Celle Stadt Sprachheilschule zieht nach Großbrand um
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sprachheilschule zieht nach Großbrand um
19:04 16.04.2019
Von Christian Link
Der Großbrand hat die Sprachheilschule in Klein Hehlen vollkommen verwüstet, die Hälfte aller Klassenräume sind zerstört. Quelle: Christian Link
Celle

Viele Schüler, Eltern und Stadtteilbewohner sind immer noch fassungslos. Einen Tag nach der Brandkatastrophe besuchen zahlreiche Celler die Ruinen der Sprachheilschule in Klein Hehlen, um das Ausmaß der Zerstörung zu erfassen. Schweigend stehen sie vor dem Gebäude mit den zerborstenen Fenstern und dem eingestürzten Dach. "Mein Sohn hat geweint, als er von dem Feuer gehört hat", erzählt die Mutter eines Sprachschülers. Als er die abgebrannte Schule mit eigenen Augen sieht, ist er ganz still.

Schulleiterin Susanne Fischer zittern die Hände, als sie das Gelände "ihrer" Sprachheilschule betritt. "Der Brand war für uns alle ein Schock", sagt sie. Sechs Klassenzimmer im oberen Stock wurden durch Feuer, fünf Räume im unteren durch Löschwasser zerstört. "Wir waren technisch sehr gut ausgestattet", sagt Fischer und hofft, dass zumindest die "nigelnagelneuen" iPads überlebt haben. Die interaktiven Tafeln sind wohl dahin – ebenso wie viele persönlichen Gegenstände von Schülern und Lehrkräften.

Besonders schade ist es um den Betreuungsraum. "Den haben die Kinder gerade neu ausgestattet, da hing viel Herzblut dran", erzählt die Schulleiterin und fügt hinzu: "Wir hoffen, dass wir noch einiges retten können." Die Schülerakten sowie den Verwaltungs-PC konnten Fischer und Kollegen während der Löscharbeiten aus dem Gebäude retten: "Die Feuerwehr war toll."

Das Feuer wurde wohl von Handwerkern verursacht, an der Schule werden gerade die Brandschutzmaßnahmen verbessert. "Es gibt Hinweise auf fahrlässige Brandstiftung durch Schweißarbeiten am Dach, es liegt eine Anzeige vor", sagt Polizeisprecherin Birgit Insinger: „Ein Monteur hat an einer neu verbauten Brandschutztür gearbeitet, als er über sich die Brandausbruchstelle bemerkte." Nach CZ-Informationen sollen die Arbeiter noch einen vergeblichen Löschversuch unternommen haben. Bei dem Großbrand waren mehr als 200 Feuerwehrleute, Sanitäter und Polizisten vor Ort.

Landrat findet schnelle Lösung

Auch Landrat Klaus Wiswe besichtigt am Dienstag die Brandschäden. „Es ist klar, dass in den Räumen der Sprachheilschule derzeit kein Unterricht mehr möglich ist, daher müssen wir jetzt schnell eine tragfähige Übergangslösung finden“, sagt Wiswe. Der Landkreis ist Träger der Sprachheilschule. Das Gebäude gehört der Stadt.

Die Förderschule wird so schnell wie möglich in das nur zum Teil genutzte Schulgebäude an der Versonstraße gegenüber dem Rathaus in Hambühren umziehen. „Diese Räumlichkeiten können mindestens für die nächsten eineinhalb Jahre von der Sprachheilschule genutzt werden. Das lässt uns genug Zeit, um eine dauerhafte Lösung zu erarbeiten“, sagt Wiswe. Für die 180 Sprachheilschüler werden 15 Klassenzimmer sowie Lehrerzimmer, Sekretariat und Fachräume für PC-Unterricht, Werken und Musik benötigt.

Die Sprachheilschule bleibt voraussichtlich auch nach den Osterferien geschlossen. Der erste Unterrichtstag ist am Montag, 29. April, geplant. 163 Jungen und Mädchen werden mit Kleinbussen zur Schule gefahren. "Auch das ist in Hambühren kein Problem", sagt Landkreissprecher Tore Harmening, "die Schüler können direkt auf dem Schulhof aus- und einsteigen".

Grundschule Klein Hehlen wird untersucht

Ob die benachbarte Grundschule Klein Hehlen vom Brand betroffen ist, ist unklar. Die Stadt hat einen Gutachter damit beauftragt, die Unterrichtsräume auf Schäden zu untersuchen. "Die Ergebnisse werden in der kommenden Woche vorliegen", sagt Stadtsprecherin Myriam Meißner. Wie es mit dem Schulbetrieb weitergeht, werde die Schulleitung den Eltern umgehend via E-Mail und Messenger-Diensten mitteilen. Heute, morgen und am Dienstag, 23. April, können sich die Eltern von 9 bis 12 Uhr auch unter Telefon (05141) 54770 informieren.

Aus dem Celler Hermann-Billung-Gymnasium ist mit Peter Rennpferdt ein Mann hervorgegangen, der es weit gebracht hat. Er ist leitend in der EZB tätig.

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