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Celle Stadt Familien-Drama in Down Under
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Familien-Drama in Down Under
11:26 03.04.2019
Von Benjamin Behrens
Niklas Hugendick, Andreas Torwesten, Zora Fröhlich, Johanna Marx, Pascal Andrea Vogler und Marie Sophie Schmidt (von links) spielen „Dinge, die ich sicher weiß“ im Schlosstheater Celle. Quelle: Catharina May
Celle

Ein Vorstadthaus mit Rosengarten, es könnte statt in Australien auch genauso gut in Celle stehen. Doch Theater-Autor Andrew Bovell ist nun mal Australier und siedelt seine Geschichten gerne in der Heimat an. Im Schlosstheater probt das Ensemble sein jüngstes Stück „Dinge, die ich sicher weiß“.

In dem erwähnten Vorstadthäuschen ist es ruhig geworden. Die vier Kinder sind aus dem Haus, die Eltern Bob und Fran haben einerseits Zeit für sich. Andererseits waren die Kinder schließlich lange, wie bei den meisten Eltern, Dreh- und Angelpunkt. Doch plötzlich steht Nesthäkchen Rosie wieder in der Tür. Die 19-Jährige hat ihre Weltreise frustriert nach drei Monaten abgebrochen. Eigentlich wollte sie ein Jahr unterwegs sein. Doch in Berlin hat die junge Weltenbummlerin eine unglückliche Liebe aus der Bahn geworfen.

So nimmt die Handlung Fahrt auf, die Bovell die Protagonisten innerhalb von vier Jahreszeiten erleben lässt. Rosie tut sich schwer, über das Erlebte zu sprechen. Die Eltern befinden sich in einer Zwickmühle. Wie viel Halt sollen und dürfen sie noch geben, wo fängt die Privatsphäre von lange erwachsenen Menschen an? Auch die drei Geschwister suchen Kontakt. Das Familiengefüge bekommt Risse, als klar wird, dass jeder etwas hat, über das er mit den ach, so vertrauten Menschen nicht spricht.

2016 wurde das Stück des australischen Dramatikers uraufgeführt. Die Deutschlandpremiere war am 23. Februar 2018 in Mainz. „Ich habe sofort Ja gesagt, weil ich das Stück sehr schön finde“, sagt Regisseurin Catharina May. Mit der Inszenierung von „Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann gab May in der vergangenen Saison ihren Einstand am Schlosstheater. Ralf Blase hatte das Stück noch in den Spielplan aufgenommen, bevor Dramaturg Matthias Schubert für ihn übernahm. „Er hat meinen Geschmack getroffen. Ich schätze Bovell, weil er sehr emotionale Stücke schreibt“, sagt Schubert. Außerdem sei der Australier in der Lage, differenzierte Charaktere zu erfinden. „Gerade diese Figuren-Psychologie ist, was mich an Theater interessiert“, ergänzt May.

Die Rolle von Rosie übernimmt Marie Sophie Schmidt, die seit dieser Spielzeit neu dabei ist. Zora Fröhlich, Johanna Marx, Niklas Hugendick und Pascal Andrea Vogler teilen sich die Familien-Rollen. Als Gast-Schauspieler ist Andreas Torwesten in der Residenzstadt. Die Kostüme entwirft Wicke Naujoks, Grafikerin Jenny Schleif ist für das Bühnenbild verantwortlich, Matthias Grote steuert die Musik bei.

Eine Matinee „Dinge, die ich sicher weiß“ ist für Sonntag, 7. April, 11.30 Uhr geplant, eine öffentliche Probe für Dienstag, 9. April, 19 Uhr. Die Premiere beginnt am Freitag, 12. April, um 20 Uhr im Schlosstheater Celle. Weitere Termine sind am 16., 18., 23., 25. April, 4., 6., 8., 18., 19., 24., 25., 26., 29. und 31. Mai sowie am 2. Juni.

Eine Matinee „Dinge, die ich sicher weiß“ ist für Sonntag, 7. April, 11.30 Uhr geplant, eine öffentliche Probe für Dienstag, 9. April, 19 Uhr. Die Premiere beginnt am Freitag, 12. April, um 20 Uhr im Schlosstheater Celle. Weitere Termine sind am 16., 18., 23., 25. April, 4., 6., 8., 18., 19., 24., 25., 26., 29. und 31. Mai sowie am 2. Juni. 

Am Sonntag fand im Celler Kanzleicafé die Vernissage zur Ausstellung „Sichtweisen in Rot“ der Fotokünstlerin Ilse Paul statt.

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