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Celle Stadt „Tatsächlich mal bis zu Ende gedacht“
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Schule in Celle: Chef von Kreiselternrat begrüßt Verzicht auf Maskenpflicht

15:03 31.08.2020
Quelle: Andreas Arnold
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Celle

Anders als Sven Sievert, Schulleiter der Oberschule Celle I an der Welfenallee, und Torsten Neumann, Konrektor der Oberschule Bergen und Landesvorsitzender des Verbands Niedersächsischer Lehrkräfte, betont Bahr: „Als Vater schulpflichtiger Kinder bin ich sehr froh, dass es in Niedersachsen im Unterricht keine Maskenpflicht gibt.“

Das sei eine sehr kluge Entscheidung von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD), lobt Bahr in einem Schreiben an die CZ. Betrachte man nüchtern die Fakten, spiele das Ministerium keineswegs ein „gefährliches Spiel“.

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Weder im Landkreis Celle noch in Niedersachsen oder Deutschland könne das Virus derzeit komplett ausgerottet werden. Einen längeren vollständigen Lockdown werde es aus verschiedenen Gründen aber nicht mehr geben. „Es müssen also Möglichkeiten gefunden werden, Kontakte zwischen den Menschen zuzulassen, bei denen das Risiko einer Weiterverbreitung des Virus gering gehalten wird.“

Das Kohorten-Prinzip sei eine mögliche Maßnahme: Man lässt Kontakte ohne Maske in einer Gruppe zu, deren Mitglieder namentlich bekannt sind. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sich in dieser Gruppe ein Infizierter befindet, ist äußerst gering. Falls aber doch ein Virusträger in der Gruppe ist, so lässt sich die Ansteckung nachverfolgen und eng begrenzen.“ Eine exponentielle Ausbreitung des Virus werde so verhindert.

Prinzip erfolgreich und problemfrei praktiziert

Dieses Prinzip werde in Mannschaftssportarten bereits seit einigen Wochen erfolgreich und problemfrei praktiziert – und sollte daher auch in der Schule innerhalb von Klassen und Jahrgängen funktionieren.

„Selbst wenn sich im Klassenraum ein Virusträger befindet, sitzen auch bei vollen Klassen etwa 95 Prozent der Mitschüler mehr als 1,50 Meter von diesem entfernt. Für diejenigen, die unmittelbar neben dem Virusträger sitzen oder mit ihm bei Gruppenarbeiten die Köpfe zusammenstecken, reduzieren Alltagsmasken das Risiko einer Ansteckung aber auch nicht mehr – dazu sind die Abstände dann zu gering und die Exposition zu lange, als dass die Alltagsmaske noch eine Wirkung erzielen könnte.“

Bahr stimmt der Entscheidung des Ministeriums daher zu und lobt: „An dieser Stelle hat man dort tatsächlich mal bis zu Ende gedacht.“

Von Klaus M. Frieling

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