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Celle Stadt IGS-Oberstufe: CDU noch uneins
Celle Aus der Stadt Celle Stadt IGS-Oberstufe: CDU noch uneins
16:49 14.03.2019
Von Gunther Meinrenken
Innerhalb der Kreistags-CDU gibt es noch kein einheitliches Meinungsbild über eine gemeinsame Oberstufe von HBG und der IGS.
Celle

"Eine klare politische Mehrheit", so die Einschätzung des Schulamtsleiters des Landkreises Celle, Reinhard Toboll, werde es für die kürzlich gestarteten Planungen geben, eine gemeinsame Oberstufe der Gesamtschule mit dem Hermann-Billung-Gymnasium einzurichten. Seit Kurzem führen die Leiter beider Bildungseinrichtungen Gespräche, um diese Lösung auf den Weg zu bringen. Den Segen des Landkreises haben damit beide Schulen, in den Reihen der Politik hingegen ist das Meinungsbild durchaus gespalten – vor allem die CDU, auf die es bei einer Abstimmung ankommt, scheint noch uneins zu sein.

Landkreis unterstützt HBG und IGS

Zum Schuljahr 2020/21 wären die ersten Zehntklässler der IGS so weit, eine Oberstufe zu besuchen. Der erste Antrag der Gesamtschule auf eine eigene Oberstufe wurde allerdings vom Kreistag noch abgelehnt. Der zweite Anlauf scheint größere Erfolgsaussichten zu haben. Denn für die politischen Beobachter vor Ort ist klar: Toboll würde sich zu einer solchen Aussage nicht hinreißen lassen, wenn er nicht wüsste, dass Landrat Klaus Wiswe (CDU) hinter dem Vorhaben steht. Und der wiederum würde eine gemeinsame Oberstufe von IGS und HBG nicht unterstützen, wenn er nicht die CDU-Kreistagsfraktion hinter sich wüsste.

Harms für gemeinsame Oberstufe

Doch genau dort gibt es noch unterschiedliche Meinungen zu dem Thema. Fraktionsvorsitzender Torsten Harms sagt, dass er "für die CDU-Kreistagsfraktion schon sehr früh eine kombinierte Oberstufe der IGS mit einem Gymnasium als Wunsch formuliert" habe. Eine gemeinsame Oberstufe mit dem Ernestinum wäre für ihn die Ideallösung. "Wenn nun die Lehrerkollegien, Eltern und Schüler des HBG und der IGS einen gemeinsamen Weg gehen wollen, dann werden wir diesen Weg zur gemeinsamen Oberstufe in der Bahnhofstraße unterstützen.“

Bühmann hat Bedenken

Hubertus Bühmann hingegen, der für die CDU im Schulausschuss des Kreistags sitzt, "hält davon gar nichts". Der "natürliche Partner" für eine Oberstufe an der IGS sei für ihn nach wie vor das Ernestinum. Außerdem sei die Position der CDU, dass der Westkreis nicht vernachlässigt werden dürfe. Dort könne man am Standort der ehemaligen Oberschule Hambühren zum Schuljahr 2020/21 problemlos ein Gymnasium einrichten.

SPD begrüßt Entwicklung

Während es innerhalb der CDU also noch Gesprächsbedarf geben dürfte, fragt sich auch Charles Sievers von der FDP, "ob das HBG eine solche Ausdehnung bekommen sollte. Wir möchten erst einmal das Konzept hören". Die Kreistags-SPD, die schon den ersten Antrag der IGS unterstützt hatte, hält die jetzigen Planungen für eine "elegante Lösung". Fraktionsvorsitzender Mathias Pauls: "Wir begrüßen diese Entwicklung. An uns soll das nicht scheitern."

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