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Celle Stadt Sicherheitstechnik lässt Einbrecher scheitern
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sicherheitstechnik lässt Einbrecher scheitern
13:29 13.06.2010
Von Bernd Kohlmeier
In der dunklen Jahreszeit nehmen die Wohnungseinbrüche zu. Quelle: Bernd Kohlmeier
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Celle Stadt

Diebe stehlen nicht nur Geld, Schmuck und hochwertige Gegenstände, sondern hinterlassen meistens einen hohen Schaden durch Sachbeschädigung. Und wenn man doppeltes Pech hat: durch Vandalismus.

„Ein Großteil der Einbrüche findet zwischen 17 und 22 Uhr statt und hätte durch Wohnungsinhaber im Vorfeld verhindert oder erschwert werden können. Rechtzeitig müssen Wohnungsinhaber ihre Häuser und Wohnungen mit einbruchshemmenden Türen und Fenstern ausrüsten“, sagt Kriminalhauptkommissar Uwe Geyler. Der wirkungsvollste Einbruchsschutz ist der Einsatz richtiger Schicherheitstechnik. Je mehr Aufwand Diebe zum Aufbrechen von Türen und Fenster brauchen, umso höher wird deren Widerstand in verschiedenen Klassen beurteilt. Die Widerstandswirkung wird nach einer Deutschen Industrienorm (DIN) in den Klassen WK1 bis WK6 festgelegt.

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Fenster der Klasse WK1 weisen einen sehr geringen Einbruchsschutz auf und verhindert gerade mal das Aufdrücken durch einfache körperliche Gewalt. Einen geringen durchschnittlichen Schutz gegen Gelegenheitstäter, die mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher und Keile vorgehen, bietet die Klasse WK2. Versuchen Täter mit zwei Schraubendrehern und einem Kuhfuß sich Zutritt zu Wohnungen verschaffen, stoßen sie bei WK3 Fenstern bereits auf hohen Widerstand.

„Für Privathäuser und Wohnungen wäre die Ausstattung der Fenster mit den Klassen WK2 und WK3 wünschenswert“, sagt der Celler Kriminalhauptkommissar. Wer sein persönliches Einbruchrisiko höher einschätzt, muss gegen die Vorgehensweise professioneller Täter noch mehr nachrüsten.

Gegen Aufbruchversuche, bei dem ein erfahrener Täter zusätzlich Stemmeisen, Hammer und Meißel einsetzt, müssen Wohnungsbesitzer mindestens Konstruktionen nach der Norm WK4 einbauen lassen.

Wer glaubt, die Einbrecher setzen Werkzeuge wie Bohrmaschinen und Winkelschleifer ein, muss auf die höchsten Widerstandsklassen 5 und 6 zurückgreifen. Produkte dieser Klassen garantieren einen sehr hohen bis extrem hohen Einbruchschutz.

Die nötige fachliche Beratung erhalten Kunden von qualifizierten Sicherheitsfachfirmen. Die Gefährdung über Hab und Gut muss jeder Bürger jedoch selbst abwägen.

Tipps für mehr Sicherheit

CELLE (koh). Fast jeder hat schon von einem Einbruch in seiner näheren Wohnumgebung gehört. Einbrecher nutzen zum Einstieg in eine Wohnung oder in ein Haus die Schwachstellen des Objektes aus. Allerdings kommt dem Faktor Zeit beim Einbruch eine besondere Bedeutung zu. Die Zeit läuft hierbei gegen den Täter. Ganoven wollen nicht in der direkten Einbruchsphase die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Kommen Diebe nicht innerhalb von zwei bis fünf Minuten in die Räume, brechen sie in der Regel ihre Tat ab. „Aktuell nehmen die Einbruchsversuche in unserer Region zu. Aus diesem Grund spielt eine mechanische oder elektronische Sicherungstechnik eine entscheidende Rolle. Geeignete technische oder mechanische Nachrüstungen sowie Installationen von Alarmanlagen können das Eindringen der Täter in die Räume verzögern oder sogar verhindern. Hausbesitzer können sich bereits durch einfache Sicherheitsnachrüstungen zum Beispiel an Fenstern und Türen besser schützen“, sagt der Präventionsberater der Celler Polizeiinspektion Uwe Geyler.

Interessierten bietet Geyler eine kostenlose Beratung an. Der Polizeibeamte kommt nach einer Terminvereinbarung nach Hause, sucht nach Schwachstellen und gibt Tipps zur Vorbegung gegen Straftaten.

Uwe Geyler ist unter (05141) 2773009 für ein erstes Vorgespräch zu erreichen.