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Celle Stadt Celler überleben Madeira-Unfall
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler überleben Madeira-Unfall
14:43 22.04.2019
Bei dem Busunglück auf der portugiesischen Atlantikinsel Madeira kamen 29 Menschen ums Leben. Quelle: RUI SILVA
Celle

Ein Ehepaar aus Celle hat den schrecklichen Busunfall auf der Insel Madeira überlebt. „Wir überlebten im Todes-Bus, weil wir angeschnallt waren“ lautet die Überschrift eines Artikels, der in der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung erschienen ist. In dem Text ist von dem Rentner-Ehepaar Klaus (85) und Edith H. (80) die Rede. Die „Bild“-Reporter haben ihre Namen geändert.

Zwei Wochen waren auf Lieblingsinsel geplant

Dem Bericht zufolge wollten die beiden Celler zwei Wochen auf ihrer Lieblingsinsel verbringen. Doch es kam anders. Sie waren gerade mal einen Tag am Meer, da ereignete sich der Horror-Unfall mit 29 Toten.

"Wir saßen direkt hinter dem Busfahrer"

„Wir beide saßen direkt hinter dem Busfahrer, als der Bus gegen die Wand krachte, sich überschlug und den Abhang hinunterfiel. Andere Gäste waren nur an der Hüfte angegurtet, wir hatten jedoch noch einen vor der Brust“, wird Edith H. zitiert. Klaus sagt: „Ich kann mich noch erinnern, wie der Bus überall angeeckt ist – und dachte nur: Oh Gott – da geht‘s runter.“ Seine Frau ergänzt: „Mein Mann schrie: ,Was macht der denn da?‘“

Kerzen und Blumen an der Unfallstelle. Quelle: Armando Franca

85-Jähriger mit zahlreichen Verletzungen

Bei dem Unfall wurde der 85-Jährige verletzt. Er trug zwei gebrochene Rippen davon. Eine Platzwunde am Kopf musste mit mehreren Stichen genäht werden. Im Gesicht hat er blaue Flecken, auch seine Hand wurde verletzt. Die beiden überlebten, weil sie angeschnallt waren.

Paar wollte Geburtstag feiern

Das Paar wollte eigentlich Ediths Geburtstag am Dienstag auf der portugiesischen Insel feiern. Doch nach dem tragischen Unfall entschied das Ehepaar, wieder nach Hause zu fliegen. Nach CZ-Informationen sind sie inzwischen wieder in Deutschland angekommen.

Außenminister Heiko Maas machte sich vor Ort ein Bild von der Unfallstelle in Canico. Quelle: Armando Franca

Rückkehr nach Madeira?

Eine Rückkehr nach Madeira haben die beiden gegenüber der Bild-Zeitung nicht ausgeschlossen. Ihr Reiseveranstalter habe ihnen eine Gutschrift des Reisepreises oder einen Gutschein für eine neue Reise zugesagt, heißt es. „Wenn man einmal mit dem Bus verunglückt ist, muss das ja nicht ein zweites Mal passieren“, wird Edith H. weiter zitiert.

Bundeswehr holt Verletzte zurück

Bei dem Unfall starben 29 Touristen, die nach bisherigen Erkenntnissen alle aus Deutschland stammten. 27 weitere erlitten Verletzungen. Eine Sondermaschine der Bundeswehr holte am Karsamstag 15 Verletzte von Madeira nach Deutschland zurück.

Was war die Unglücksursache?

Das Rätselraten über die Unglücksursache geht derweil weiter. Der Fahrer des Unglücksbusses führt den Unfall mit 29 Toten auf "technisches Versagen" seines Fahrzeugs zurück. Der verletzte Busfahrer gilt nach portugiesischen Medienberichten als sehr erfahren und zuverlässig. Der Mann war unmittelbar nach dem Unfall vom Mittwochabend in Funchal einem Alkoholtest unterzogen worden, der nach amtlichen Angaben negativ ausfiel. Vor dem Unfall soll er nach Aussagen von Überlebenden und Augenzeugen versucht haben, auf der abschüssigen, kurvenreichen Straße das Tempo des immer schneller werdenden Busses zu drosseln, indem er unter anderem eine Betonwand am Straßenrand streifte. Der Versuch schlug fehl. Der Bus stürzte einen Abhang hinunter und krachte in ein Haus. Im Krankenhaus in Funchal lagen am Sonntag noch drei Verletzte: Neben dem Fahrer des Unglücksbusses eine Frau aus Deutschland, die nach Einschätzung der Ärzte noch nicht transportfähig war, sowie die Reiseleiterin.

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