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Celle Stadt Ein wenig verstaubt-altlinks
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ein wenig verstaubt-altlinks
22:51 17.03.2019
Manfred Maurenbrecher Quelle: Kimberly Wojahn
Celle

Viel war nicht los in „Kunst & Bühne“ am Samstagabend, als Autor und Liedermacher Manfred Maurenbrecher sein Soloprogramm „flüchtig“ darbot. Da hatte man sich seitens der rührigen Veranstalter, die diesen Raum als zentralen Veranstaltungsort in Celle in Eigenregie am Leben erhalten wollen, sicher größeren Zuspruch erhofft. Ist doch dieser Autor und Liedermacher schon seit mehr als 35 Jahren unterwegs zwischen Kleinkunst- oder Lesebühnen, Clubs und Kneipen. Schon Ende der 80er Jahre war er bei der Randlage Eschede zu Gast.

Maurenbrecher gehört schon lange dem deutschen Pen-Zentrum an. Der 68-jährige Alt-Achtundsechziger scheint etabliert. Da sollte man denken, dass eine Einladung an ihn für jeden Veranstalter eine sichere Sache ist. Weit gefehlt: Bestenfalls die Hälfte der Plätze war besetzt.

Mainstream der linken Kunstszene

Maurenbrechers CD „flüchtig“ ist bereits 2018 mit einem Spartenpreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden. Das mag zeitgeistig damit zusammengehangen haben, dass er seinerzeit ganz im Mainstream der linken Kunstszene Musik zu Texten gemacht hat, die unsere Welt im Umbruch aufs Korn nahmen. Vor allem die Menschen darin, die ihre Probleme damit hatten und haben, dass sich durch die vielen zu Integrierenden das eigene Umfeld scheinbar so stark verändert, dass man die eigenen Existenz gefährdet sieht und selbst am liebsten flüchten würde. Und vor allem diejenigen Menschen, die gerne von allen eine sozial-integrative Haltung fordern – nicht zuletzt vom Staat, der das möglichst alles finanzieren soll, ohne dass das Volk die finanziellen Auswirkungen spürt.

Poesie mit Gesellschaftskritik verbunden

Das Programm ist noch gar nicht alt, aber schon heute wirkt es ein wenig verstaubt-altlinks. Aber Maurenbrecher hat immer wieder Passagen in seinen Texten, die Poesie mit Gesellschaftskritik verbinden. Und natürlich finden sich manchmal Sprachbilder, die hängen bleiben, weil sie wunderbar treffen. So die Bezeichnung des Berliner Flughafenprojektes BER als Museum für gescheiterte Technik. Solche Sprachfindungen sind aber die Ausnahme.

Maurenbrecher fehlt über weite Strecken sowohl in der Sprache als auch in der Musik die Kraft, Fantasie und Aura eines Konstantin Wecker. Und wenn er sich selbst am Klavier begleitet, dann benutzt er das Instrument zumeist nur zum Hämmern, malträtiert es und haut den Zuhörern die immer gleichen Harmonien und Rhythmen um die Ohren. Dabei zeigt er doch gelegentlich für eine kleine Einleitung oder ein Nachspiel, dass er auch mit Gefühl und zumindest einer gewissen Differenzierungskunst spielen kann. So recht überzeugend war dieser Abend nicht.

Von Reinald Hanke

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