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Celle Stadt Sorgen wegen Gratis-Kita-Plätzen: Was kommt jetzt auf Celle zu?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sorgen wegen Gratis-Kita-Plätzen: Was kommt jetzt auf Celle zu?
14:23 31.01.2018
Von Michael Ende
Celle Stadt

Celles FDP-Vorsitzende Jutta Krumbach befürchtet, dass Kommunen wie die Stadt Celle die Zeche zahlen müssen. Die Regierungsparteien SPD und CDU verschwiegen dabei geflissentlich, dass die Kommunen erhebliche Eigenanteile tragen müssten, da Kosten in Höhe von rund 250 Millionen Euro pro Jahr noch nicht endgültig finanziert seien: "Das Land lässt Kommunen bei den Kindergarten-Kosten im Stich. Angesichts der knappen Haushaltslage der Stadt Celle werden alle Bemühungen, den Haushalt auszugleichen und nachhaltig zu sanieren, damit ad absurdum geführt."

Was würde das Landes-Geschenk für die Eltern die Stadt Celle kosten? "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es die Willenserklärung der Landesregierung sowie einen Nachtragshaushalt, der die Mittel für diese Maßnahme bereitstellt. Unklar ist derzeit noch, wie und in welcher Höhe das Land die Kommunen letztendlich entlasten wird", so die städtische Pressesprecherin Myriam Meißner. Betroffen von dieser Regelung wären in der Stadt etwa 1100 Kinder, die im ersten oder zweiten Kindergartenjahr betreut werden: "Viele Eltern – etwa 45 Prozent – sind bereits jetzt ganz beziehungsweise zu zur Hälfte – das gilt für 17,5 Prozent der Eltern – von der Entgeltzahlung über die einkommensabhängigen Staffelentgelte befreit."

Zur Zeit gebe es in Celle insgesamt 2392 Kita- und Krippenkinder – 873 in städtischen Einrichtungen und 1419 bei freien Trägern. Es sei schwer einzuschätzen, wie sehr der Bedarf im Zuge der Kostenfreiheit steigen würde und wie viele neue Plätze in Celle geschaffen werden müssten, so Meißner: "Wir haben stadtweit noch etwa 338 Anspruchsberechtigte. Inwieweit diese sich vor dem Hintergrund neuer Rahmenbedingungen für eine Betreuung entscheiden werden, ist nicht vorauszusehen."

Freie Plätze gebe es nicht, so die Sprecherin: "Zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Einrichtungen voll belegt. In Notfällen können noch vereinzelt Tagespflegeplätze angeboten werden. Nachlässigkeiten vergangener Jahre in diesem Bereich machen sich jetzt bemerkbar." Im Rathaus überlege man, wo man neue Gruppen einrichten könnte: "Die räumliche Kapazität in den Einrichtungen ist weitestgehend ausgenutzt." Infrage komme die Schaffung zusätzlicher Plätze in Nachmittagsgruppen, die kurzfristig eingerichtet werden könnten: "Derzeit eruieren wir weitere Möglichkeiten von Neubauten beziehungsweise Neuschaffung, das heißt Einrichtung von Kindergärten in bestehenden Räumlichkeiten."

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