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Celle Stadt Staatsorchester in Hochform
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Staatsorchester in Hochform
13:39 24.01.2018
Das Braunschweiger Staatsorchester spielte unter der Leitung von Martin Weller in der Celler Congress Union sein Neujahrskonzert. Als Sängerinnen traten Sängerinnen Jelena Bankowicz und Vero Miller (Foto links/von rechts) auf. Quelle: Oliver Knoblich
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Drei Komponisten prägten die barocke Programmhälfte, allen voran der Briten liebster „George Frederic“, der deutscher Herkunft war, am treffendsten als musikalischer Kosmopolit bezeichnet werden kann und seine längsten Aufenthaltszeiten in London hatte, Georg Friedrich Händel. Die Ausschnitte aus dessen Werk von der Ouvertüre zur „Feuerwerksmusik“, bis hin zum „Ombra mai fu“ aus „Xerxes“ gelangen dem Orchester bestens. Christopher Lichtenstein am Dirigentenpult ließ genauso pointiert wie bestens ausbalanciert musizieren und begleitete die guten Sängerinnen Jelena Bankowicz und Vero Miller trefflich. Quasi en passant bewies Lichtenstein, dass es entgegen der Meinung vieler „Alte-Musik-Erneuerer“ sehr wohl möglich ist, die Musik dieser Zeit in großer Besetzung und ohne Originalklang so zu musizieren, dass sie in sich schlüssig wirkt und vor allem auch in ihrer Struktur erlebbar ist. Das war Barockkultur wie vor vierzig Jahren, nur besser, weil erweitert durch die Erkenntnisse unserer Zeit. Da machte das Zuhören Spaß. Auch bei zwei Ausschnitten aus Werken Henry Purcells, wohingegen bei der eindimensionalen Musik von William Boyce klar wurde, warum so viele britische Komponisten auf dem Festland vergessen sind.

Ähnliches könnte man für einige Komponisten des zweiten Programmteils behaupten. Der Krönungsmarsch zur Amtseinführung von Königin Elisabeth II aus dem Jahr 1953 klang sicher schon damals wie Musik aus der Vergangenheit, aber wenn eine solche funktionsgebundene Musik von einer derart schlackenlosen und gekonnten Wiedergabe wie derjenigen an diesem Abend profitieren kann, dann wird sie doch auf eine historische Art hörenswert. Ähnliches gilt für die danach gespielten banalen Folksong-Arrangements, die durch die noble Art ihrer Interpretation unter Lichtenstein geradezu veredelt wurden. Es folgten eine effektvoll gemachte Musicalnummer und zwei eher lyrische Stücke, bei denen es den Mitwirkenden gelang, das Kitschige so geschickt zu unterlaufen, dass man gerne zuhörte. Dass Edward Elgars berühmter Marsch den gut gefüllten Saal zu „Standing Ovations“ motivierte, markierte noch nicht das Ende des Konzerts. Es folgten drei Zugaben, darunter leider keine von den Beatles, deren Musik doch so viel mehr Substanz und Originalität aufweist, als fast alles im zweiten Teil des Abends. Und es muss noch erwähnt werden, dass Tausendsassa Martin Weller, seines Zeichens sowohl Orchesterdirektor als auch Solotrompeter und Moderator einen bewundernswerten Job machte. Hier mal ein brillantes Trompetensolo und im nächsten Moment unterhaltsame Anekdoten zum Programm erzählen, das können die Wenigsten.

Von Reinald Hanke

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