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Celle Stadt Stadt erhöht Kindergartengebühren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Stadt erhöht Kindergartengebühren
17:52 25.07.2011
Von Gunther Meinrenken
Kindergarten Altencelle CELLE. Erst die Gebührenerhöhung, dann die Gebührenbefreiung? Der Celler Rat hat die Steigerung der Entgelte für die Kindertagesstätten beschlossen. Eltern müssen demnach für die Betreuung ihrer Kinder in den Kitas ab August tiefer in die Tasche greifen. Allerdings gilt jetzt wie beim zweiten auch für das erste Kindergartenjahr eine einkommensabhängige Staffelung der Gebühren - das dritte Kindergartenjahr ist schon gebührenfrei. Der Mehrkindvorteil bleibt zunächst erhalten. Zudem will die Verwaltung prüfen, was es die Stadt kosten würde, die Betreuung kostenlos anzubieten. - Nach der neuen Gebührenordnung kostet etwa ein Ganztagsplatz 201,30 Euro, zuvor waren es 178 Euro. Ein Halbtagsplatz wird künftig mit 105,26 Euro zu Buche schlagen, derzeit kostet er noch 99 Euro. Die unterschiedliche Steigerung der Gebühren ist darauf zurückzuführen, dass die Stadt die zugrunde liegenden Betreuungszeiten noch einmal auf einen einheitlichen Stundensatz gebracht hat. - Wichtig für die Eltern: Mit der Einführung der einkommensabhängigen Staffelung auch im ersten Kindergartenjahr werden hier weite Teile der Erziehungsberechtigten entlastet, da gleichzeitig auch die Staffelobergrenzen angehoben worden sind. So sind Eltern mit einem Jahresbruttoeinkommen von bis zu 40.000 Euro von den Gebühren komplett befreit. Wer zwischen 40.001 und 60.000 Euro Bruttoeinkommen verdient, zahlt etwa die Hälfte der Entgelte. Nur wer über 60.000 Euro Jahreseinkommen hat, muss die vollen Gebührensätze entrichten. - Im Zuge der politischen Diskussion im Vorfeld der Entscheidung war der Mehrkindvorteil zunächst für das kommende Kindergartenjahr bestehen geblieben. Die Stadt soll jetzt prüfen, wie viele Eltern überhaupt in den Genuss dieser Vergünstigung kommen, um den Mehrkindvorteil dann eventuell zum Kindergartenjahr 2012/2013 abzuschaffen. "In der Vergangenheit haben wir zuerst den Mehrkindvorteil im Auge gehabt. Jetzt schauen wir zunächst auf Quelle: nicht zugewiesen
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Nach der neuen Gebührenordnung kostet etwa ein Ganztagsplatz 201,30 Euro, zuvor waren es 178 Euro. Ein Halbtagsplatz wird künftig mit 105,26 Euro zu Buche schlagen, derzeit kostet er noch 99 Euro. Die unterschiedliche Steigerung der Gebühren ist darauf zurückzuführen, dass die Stadt die zugrunde liegenden Betreuungszeiten noch einmal auf einen einheitlichen Stundensatz gebracht hat.

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Wichtig für die Eltern: Mit der Einführung der einkommensabhängigen Staffelung auch im ersten Kindergartenjahr werden hier weite Teile der Erziehungsberechtigten entlastet, da gleichzeitig auch die Staffelobergrenzen angehoben worden sind. So sind Eltern mit einem Jahresbruttoeinkommen von bis zu 40.000 Euro von den Gebühren komplett befreit. Wer zwischen 40.001 und 60.000 Euro Bruttoeinkommen verdient, zahlt etwa die Hälfte der Entgelte. Nur wer über 60.000 Euro Jahreseinkommen hat, muss die vollen Gebührensätze entrichten.

Im Zuge der politischen Diskussion im Vorfeld der Entscheidung war der Mehrkindvorteil zunächst für das kommende Kindergartenjahr bestehen geblieben. Die Stadt soll jetzt prüfen, wie viele Eltern überhaupt in den Genuss dieser Vergünstigung kommen, um den Mehrkindvorteil dann eventuell zum Kindergartenjahr 2012/2013 abzuschaffen. „In der Vergangenheit haben wir zuerst den Mehrkindvorteil im Auge gehabt. Jetzt schauen wir zunächst auf die Staffelung, also auf das Einkommen der Eltern, um zu sehen, wer entlastet wird“, erklärte Michael Kessel, Fachdienstleiter Kindertagesstätten und Tagesbetreuung.

Die Verwaltung hat daher im Augenblick eine regelrechte Antragsflut von Eltern zu bewältigen, die eine Vergünstigung nach der einkommensabhängigen Staffelung beantragen. „Damit werden wir mindestens bis Ende August beschäftigt sein“, sagte Kessel. Dann wird die Stadt prüfen, ob sie es sich leisten kann, ganz auf Kindergartengebühren zu verzichten. Denn bei all den bisher gewährten Vergünstigungen zahlen eh schon kaum noch Eltern den vollen Betrag, sprich, die Stadt übernimmt bereits jetzt einen Großteil der Kosten für die Kinderbetreuung in den Kindertagesstätten. Die Politik muss dann entscheiden, ob die Stadt die finanziellen Mittel hat, auch auf die restlichen Gebühreneinnahmen zu verzichten.