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Celle Stadt „Stehaufmännchen“ macht sich für bedürftige Menschen stark
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Stehaufmännchen“ macht sich für bedürftige Menschen stark
15:16 13.06.2010
Margarete Rose Quelle: Rebekka Schrimpf
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Celle Stadt

Als der RRP-Kreisverband Uelzen im August 2008 gegründet wurde, war für Rose sofort klar: „Mit dieser Partei kann ich mich identifizieren, dort fühle ich mich wohl.“ Ihr Interesse war geweckt, ebenso ihr unermüdliches Engagement für ihre Mitmenschen. Voll und ganz stehe sie hinter der „Politik der Bedürftigen“, der sich in Uelzen mittlerweile 153 Mitglieder angeschlossen haben. „Ich setze mich nicht nur für Rentner ein“, sagt Rose, „sondern auch für alle Menschen, die durch die jetzige Regierung keine Lobby haben. Dazu gehören neben Rentnern unter anderem auch Arbeitslose und Geringverdiener.“

Rose ist es wichtig, den Menschen eine Perspektive zu geben. „Viele wollen nicht zur Wahl gehen, da es sich ihrer Meinung nach nicht mehr lohnen würde.“ Gerade deshalb sei es wichtig, mit den Wählern ins Gespräch zu kommen und ihnen mit der RRP eine Alternative anzubieten. „Wir sind als Partei noch relativ unbekannt. Trotzdem bemühen wir uns durch zahlreiche Infostände auf uns aufmerksam zu machen“, so Rose.

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Die RRP setzt sich für die Einführung des Schweizer Rentenmodells ein, das auf drei Säulen basiert: Die gesetzliche Rente, die betriebliche Rente und die private Vorsorge. Jeder mit Einkommen zahlt in dieses System ein.

Auch auf die Gesundheit ist die RRP bedacht. „Das Gesundheitssystem muss von Grund auf reformiert werden“, so Rose. Aufgeblähte Verwaltungsapparate sollen vermieden werden. Im Bildungsbereich will sich die RRP für ein einheitliches Schulsystem stark machen, ebenso für die Lehrmittelfreiheit.

Als Bundestagskandidatin beabsichtigt Rose ihr Wissen im Renten-, Arbeits- und Sozialrecht einzubringen, war sie doch als Einzelhandelskauffrau, Altenpflegerin und Steuerfachgehilfin tätig. Ein voller Terminkalender wartet auf die 60-jährige Frührentnerin. „Das ist schon eine neue Herausforderung, die mir aber auch sehr viel Spaß macht“, sagt Rose. Hinzu kommt ihr Einsatz als Vorsitzende im Verein „Selbsthilfe und gegenseitige Lebenshilfe“ in Soltendieck. Dort setzt sie sich für Rentner vor Gericht ein und bringt deren Rentenanträge durch. Von jeher habe sich die zweifache Mutter und vierfache Großmutter nicht unterkriegen lassen. „Ich bin ein Stehaufmännchen“, sagt sie von sich selbst. Schließlich könne man eine stehende Kugel nicht ins Rollen bringen.

„Ich mache mir keine Illusionen, dass es schwierig für uns wird, in den Bundestag zu kommen. Doch wenn es nicht klappt, dann beim nächsten Mal. Wir geben nicht auf, sondern machen weiter“, sagt sie bestimmt.

Von Rebekka Schrimpf