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Celle Stadt Zuwachs für „Omas gegen Rechts“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zuwachs für „Omas gegen Rechts“
10:01 12.06.2019
Positionieren sich öffentlich gegen Fremdenfeindlichkeit: (von links) Monika, Martin, Karin, Klaus und Britte. Quelle: Doris Hennies
Celle

Vor zwei Wochen stand Karin B. an den Markttagen in Celle noch alleine mit ihrem Statement-Schild „Omas gegen Rechts“ vor der Celler Touristinformation. Inzwischen hat die 76 Jahre alte Aktivistin Gesellschaft bekommen. Ihr stiller Appell für Demokratie, Frieden und freiheitliche Grundrechte sowie gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und zunehmende Intoleranz hat Früchte getragen – und ist über die ursprüngliche, rein feministische zivilgesellschaftliche Plattform und Bewegung „Omas gegen Rechts“ hinausgewachsen.

Still, weil die Initiatorin und ihre neuen Mitstreiterinnen – und Mitstreiter – nur „visuell“ auf ihr Anliegen aufmerksam machen dürfen, so wurde es in der behördlichen Genehmigung bestimmt. Würden sie ihr Anliegen laut öffentlich machen, müssten sie dies als immer wieder neu zu genehmigende Demonstration anmelden.

"Dann plaudern wir eben eine Runde"

„Aber natürlich gibt es kein Redeverbot, wenn uns Menschen ansprechen und fragen, was das hier soll“, so Karin B., die wie ihre anderen älteren Aktivisten aus Furcht vor möglichen Übergriffen nur ihren Vornamen öffentlich preisgeben möchte. „Dann plaudern wir eben eine Runde – mal kurz, mal länger“. Es sei hier sowieso nicht ihr Anliegen, große Streitgespräche vom Zaun zu brechen.

Geschichte darf sich nicht wiederholen

„Im Grunde wollen wir einfach sagen: Passt auf, schaut hin und denkt nach, wo und wie es mit den demokratischen Grundsätzen und den grundgesetzlich festgelegten Rechten und Freiheiten hingeht. Die Furcht vor Veränderungen – vor allem absichtlich geschürte – darf nicht dazu führen, dass wir uns mitmenschlich verschließen und Rechte beschneiden, was zu einer Wiederholung unserer Geschichte führen könnte“, erklärt Monika (78). „Ich habe das als Kind in Celle noch erlebt – und die Zunahme rechter Parolen und Einflüsse macht mir Angst.“

"Enkel gegen Rechts"

Viele Schüler und junge Menschen zeigten sich interessiert und solidarisch. „Das ist eigentlich kein Wunder. Schließlich stehen wir hier vor allem aus Sorge um die Zukunft unserer Kinder und Enkel“, greift Klaus (75) den Faden auf. Es selbst sei als einjähriges Flüchtlingskind mit seiner Mutter aus Ostpreußen nach Celle gekommen.

Überraschend jungen Zuwachs hat die Gruppe von Martin Zerfas bekommen. Er besteht sogar darauf, dass sein ganzer Name genannt wird. „Ich habe in der Zeitung davon gelesen und fand die Aktion und wofür sie steht wichtig und gut. Deshalb schließe ich mich an." Ein Schild will er sich auch noch machen, darauf soll dann „Enkel gegen Rechts“ stehen.

Von Doris Hennies

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