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Celle Stadt Mehr Rücksicht auf Celler Kinder auf Schulweg
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Mehr Rücksicht auf Celler Kinder auf Schulweg
17:15 12.09.2019
Von Svenja Gajek
Kinder müssen im Straßenverkehr auf viele Gefahren achten. Quelle: Ralf Hirschberger
Celle

Alarmiert durch mehrere brenzlige Situationen auf dem Schulweg widmet sich der Schulelternrat der Katholischen Grundschule Celle seit einigen Monaten verstärkt der Fragestellung, wie das gesundheitliche Wohl und die körperliche Unversehrtheit der kleinen Verkehrsteilnehmer gewährleistet werden kann. Viele Gefahren entstehen erst dadurch, dass gerade die "Großen" sich nicht immer an die Verkehrsregeln (Geschwindigkeit, Parken) halten und sich über die Tragweite ihres Handelns erst bewusst werden, wenn etwas passiert.

Maßnahmen in Abstimmung mit Polizei getroffen

Auf einem gemeinsamen Treffen mit Vertretern der anliegenden Institutionen sowie Vertretern der Stadt und Polizei fanden sich schnell viele Mitstreiter: Auch seitens des Katholischen Kindergartens und des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasiums sah man angesichts zahlreicher Falschparker und Raser in der Julius-von-der-Wall-Straße Handlungsbedarf. In Abstimmung mit Karsten Wiechmann von der Polizei, der regelmäßige Kontrollgänge ankündigte, wurde ein Bündel von Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens eingeleitet.

Alle für gegenseitige Rücksichtnahme sensibilisieren

Dass die Eltern als "uneinsichtige Verkehrsrowdys und Ignoranten der Straßenverkehrsordnung" auffallen, wurmt den Schulelternratsvorsitzenden Lars Dinglinger sehr. Es wurde versucht, alle für eine gegenseitige Rücksichtnahme zu sensibilisieren. Zum Schuljahresbeginn erhielten zudem alle Eltern einen Brief mit dem Appell, Kinder nicht bis in den Klassenraum zu fahren, sondern bereits an den umliegenden, in den Morgenstunden kostenfreien Parkplätzen aussteigen zu lassen.

Letzte Meter gemeinsam gehen

Auch die Wiederbelebung des "Schulbus auf Füßen" stieß auf positive Resonanz. Dabei gehen morgendlich die Kinder die letzte Wegstrecke zur Schule gemeinsam, nachdem sie zuvor von ihren Eltern am Parkdeck gegenüber vom Celler Badeland verabschiedet wurden. Aktuell organisieren die Elternvertreter klassenübergreifende "Rückfahrten".

Warnschilder auf angrenzenden Privatgrundstücken sind kein Problem

Zu den jüngsten Aktivitäten der besorgten Eltern zählt das Anbringen von „Achtung Kinder“-Schildern, die von einem regionalen Radiosender zur Verfügung gestellt wurden. Die erforderliche Erlaubnis zum Befestigen der Schilder auf den angrenzenden Privatgrundstücken stellte dabei kein Hindernis dar. Im Gegenteil: Denn auch der Kirche, der Stiftung St. Josef und den Eltern der Kindergartenkinder liegt die Unversehrtheit der Sprösslinge am Herzen.

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