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Celle Stadt Studienseminar in Celle: „Ein guter Lehrer ist ein Künstler“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Studienseminar in Celle: „Ein guter Lehrer ist ein Künstler“
17:08 25.01.2018
37 Referendare feierten im Kreistagstagssaal ihr frisch bestandenes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Die Leiterin des Studienseminars, Angelika Spanholtz, wünscht sich, dass die Absolventen Anwälte ihres Fachs bleiben. Quelle: Oliver Knoblich
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„Wir erhoffen uns, dass Sie im Rückblick sagen können, dass Ihnen das Referendariat neben aller Arbeitsdichte und gelegentlicher Bedrängnis Erkenntnismöglichkeiten, Handlungsoptionen, Variationen und Sinngebung für den Unterricht in ihren Fächern eröffnen konnte“, betonte Angelika Spanholtz, Leiterin des Studienseminars Celle. „Denn gute Schule ist guter Unterricht – und der wird von guten Lehrern gemacht.“

Ein Referendariat sei „weder Ponyhof noch Streichelzoo“, ergänzte Ausbilderin Esther Gehlhoff-Hilgers, das wüssten wohl alle, die es einmal durchlaufen hätten. An diese Tatsache erinnerten auch die Absolventen mit einem humorvollen selbst geschriebenen Theaterstück, das man sinnigerweise „Die zehn Gebote des Referendar-Daseins“ betitelt hatte. Dass der frischgebackene Lehrer-Nachwuchs mit Geboten wie „Du sollst nicht das didaktische Zentrum verlassen“ oder „Du sollst eine ganz normale Stunde halten“ augenzwinkernd zitierte, was man während der Zeit im Studienseminar selbst wohl nur allzu oft gehört hatte, bezeugten der Beifall und das Gelächter im Publikum.

„Ein guter Lehrer ist ein Künstler, weil Lehren ein Kunst ist“, sagte Gehlhoff-Hilgers. „Es ist die Kunst, jungen Menschen eine Tür zur Welt, ein Fenster ins Denken zu öffnen, ihnen Raum für Kreativität zu geben, sie neugierig zu machen – es ist die Kunst, ihnen Selbstvertrauen und Orientierung zu geben.“ Gute Lehrer seien begeistert von dem, was sie tun, so Gehlhoff-Hilgers weiter. „Sie haben den Traum, die Welt der Schulen immer ein mögliches bisschen besser zu gestalten, ein bisschen leidenschaftlicher, offener, kreativer.“

„Wir wünschen uns, dass Sie Anwälte Ihrer Fächer bleiben werden“, gab Seminarleiterin Angelika Spanholtz den Absolventen noch mit auf den Weg, „dass es die Schüler sind, die im Mittelpunkt Ihrer Wahrnehmung als Lehrerin und Lehrer stehen werden.“ Neben der Bedeutung fachlicher Förderung sei es die Ermöglichung von Reife, das Wachsen am Widerstand, das Lernen in Verantwortung, die Schule zu einem wirklichen Lernort werden ließen.

„Ich freue mich schon sehr darauf, endlich vor meiner eigenen Klasse zu stehen, ohne beobachtet zu werden“, erklärt Julia Keunecke. Sie wird künftig an einem Gymnasium in Hamburg Deutsch unterrichten. „Mit dem Abschluss des Referendariats ist einfach eine große Last von uns allen abgefallen.“

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