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Celle Stadt Sturmschäden verzögern die Holzernte im Landkreis Celle
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Sturmschäden verzögern die Holzernte im Landkreis Celle
17:46 25.01.2018
Von Audrey-Lynn Struck
In den Wäldern rund um Unterlüß gab es durch Sturm und Regen viele Schäden. Frank Winter an einer Stelle im Wald, an der das Grundwasser nach dem vielen Regen so weit angestiegen ist, dass es aus dem Boden drückt. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Vor allem im Süden Niedersachsens und im Bereich Sollingen und Harz gebe es viele Schäden zu beklagen. In den betroffenen Gebieten wird von Waldbesuchen dringend abgeraten. Zu groß ist die Gefahr von herabstürzenden Ästen oder Bäumen. "Celle ist bei dem Sturm Friederike allerdings noch einmal glimpflich davon gekommen", so der Pressesprecher der Landesforsten Mathias Aßmann.

Stattdessen ist im Landkreis Celle ein ganz anderes Problem vorrangig: Die Aufräumarbeiten der beiden Sturm-Vorgänger Xavier und Herwart. "Wir sind gerade im vollen Gange das Nadelholz und speziell die Fichten aufzuarbeiten", so der regionale Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten Knut Sierk. Aufgrund der Regenfälle und der damit einhergehenden Feuchtigkeit hatten sich die Aufräumarbeiten stark verzögert. "Wir haben bestimmte Standards, wie den Bodenschutz, einzuhalten", so Sierk. Neben der Vorschrift, den Wald nur auf bestimmten Wegen zu befahren, muss auch dafür Sorge getragen werden, dass beim Befahren der Wege keine tiefen Fahrspuren hinterlassen werden. "Gerade bei den in der vergangenen Zeit sehr feuchten Böden war das kaum möglich einzuhalten", erklärt der 56-jährig Sierk. Dabei ist höchste Eile geboten: Wenn im Frühjahr die Borkenkäfer wieder fliegen, müssen alle heruntergefallenen Fichten aufgearbeitet worden sein, damit der Schädling nicht darin nistet. Andernfalls drohe eine Massenvermehrung der Käfer, die dann auch gesunde Fichten befallen können, so der Leiter der Revierförsterei Dalle Frank Winter.

"Neben den Sturmarbeiten schränken die vielen Niederschläge auch die Holzernte im Landkreis Celle stark ein", berichtet Winter. Einziger Trost ist, dass für das Sturmholz sofort Abnehmer gefunden werden. "Der Holzmarkt hat momentan einen hohen Bedarf", so Sierk. Zusätzlich helfen die vorausschauend geplanten Lieferverträge dabei, dass den Landesforsten trotz der verzögerten Holzernte wenig Verluste entstehen. Während viele Arbeitskräfte nun mit der Windwurfaufarbeitung beschäftigt sind, fehlt es dafür bei der Vorbereitung von Kulturflächen an Hilfskräften. "Kronen abräumen und Pflanzen direkt in den Mineralboden pflanzen, konnten wir bisher noch nicht", berichtet Winter. Die Arbeiten haben sich auf März verschoben. Das Beseitigen von Sturmholz hat oberste Priorität.

"Wir hoffen, dass es irgendwann auch wieder trockener wird und uns ein Jahr mit normalen Niederschlägen bevor steht", sagt Winter. Um vor zukünftigen Wetterkapriolen besser geschützt zu sein, planen die Landesforsten die Nadelholzbestände mit weiteren Baumarten anzureichern. Das bietet den Fichten sowohl Schutz vor Sturm als auch vor Borkenkäfer-Befall.

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