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Celle Stadt Über Fake News und Fakten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Über Fake News und Fakten
09:00 05.05.2019
Von Svenja Gajek
Die Schüler des Hermann-Billung-Gymnasiums überlegen, wie sie Fake-News entlarven können. Quelle: Svenja Gajek
Celle

Die deutliche Ansage von CZ-Redakteur Christopher Menge an seine Zuhörer lautete: „Ihr dürft nicht alles für bare Münze nehmen, was täglich im Netz gepostet wird.“ Eine neunte Klasse des Hermann-Billung-Gymnasiums hatte am Freitag am Tag der Pressefreiheit die Möglichkeit, dem ehemaligen HBG-Schüler Fragen zu seiner Arbeit zu stellen.

Für Menge stand schon während seiner Schulzeit fest, dass er später für eine Zeitung arbeiten möchte. Er machte 2004 sein Abitur. Dann verschlug es ihn zum Studium nach Bremen. Auch in dieser Zeit ließ sein Interesse am Journalismus nicht nach, im Master-Studium setzte er den Schwerpunkt auf „Geschichte in der Öffentlichkeit“. Schon während seines Studiums arbeitete er als freier Mitarbeiter bei der CZ, wurde 2012 dort Volontär und schließlich Redakteur.

Schüler erkennen Fake News nicht

Menge verdeutlichte an einem Facebook-Post aus dem Jahr 2016, wie leicht ungeprüfte Inhalte als echte Meldungen durchgehen können. Scheinbar suchte eine Mutter verzweifelt nach ihrer sechsjährigen Tochter. Auffällig an der Mitteilung war, dass besonders zwei Flüchtlingskinder hervorgehoben wurden, die zum Zeitpunkt des angeblichen Verschwindens mit dem Mädchen gesehen worden sein sollen. Keiner der Schüler äußerte die Vermutung, dass es sich bei der ganzen Geschichte um einen sogenannten Clickbait-Artikel handeln könnte, also um eine oft falsche oder überzogene Nachricht, die absichtlich Aufmerksamkeit erregen und die Leser zum Anklicken reizen soll.

Quellen, Fakten und Bilder überprüfen

„Gerade bei Texten im Internet solltet ihr immer erst denken, dann klicken“, ermahnte Menge die Schüler. Anhand eines Videos des Bayerischen Rundfunks aus der Reihe „So geht Medien“ vermittelte der Redakteur drei wesentliche Punkte beim Umgang mit Texten und Videos.

An erster Stelle steht die Quellenkritik. Das Überprüfen der angeblichen Fakten hilft dabei, den Artikel richtig einzuordnen. Wurde das Thema auch bei anderen Medienportalen aufgearbeitet? Direktes Nachfragen bei den zuständigen Stellen hilft häufig weiter. Nicht zuletzt ist die Bildrecherche von großer Bedeutung. Die Rückwärtssuche können Leser im Netz nutzen, um die ursprüngliche Quelle zu finden. Gerade besonders reißerische Bilder und Videos erweisen sich häufig als Manipulationen.

Pressefreiheit als Privileg

Zur Untermauerung seines Vortrages verwies Menge auf ein Zitat des amerikanischen Journalisten Stewart Alsop: „Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewisse Leute nicht die Freiheit haben, alles zu tun.“ In diesem Zusammenhang zog er auch eine Aussage des Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß (CDU) heran, über das Privileg einer unabhängigen Berichterstattung in Deutschland. Diese sei natürlich auch immer mit Emotionen verbunden: „Pressefreiheit funktioniert, wenn man sich über einen Bericht freuen oder ärgern kann.“ Abschließend beantwortete Menge Fragen zu seiner täglichen Arbeit.

Jonathan Burgk fand den Kontakt mit dem Redakteur sehr aufschlussreich. „Ich habe nützliche Tipps gelernt, falsche Nachrichten zu erkennen“, sagte Jonathan. Seine Mitschülerin Nazan Cin glaubt nicht, dass der Beruf für sie geeignet wäre: „Der Stress wäre einfach zu viel für mich.“

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