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Celle Stadt Lego-Fan bleibt man ein Leben lang
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Lego-Fan bleibt man ein Leben lang
14:38 22.05.2019
Beim Flohmarkt im Bomann-Museum gab es  wahre Schätze zu entdecken. Quelle: Anke Schlicht
Celle

„Weltklasse!“, sagt Alexander Patratev. Das Lob aus berufenem Munde gilt der Lego-Kauf- und Tausch-Börse am Samstag. Sie findet ergänzend zur großen Ausstellung „Raumschiffwelten aus Legosteinen“ im Bomann-Museum statt. Patratev ist ein Kenner, sein Berufsleben dreht sich um die bunten Steine und was man daraus formen kann. „Wir haben einen Lego-Laden“, erzählt der elfjährige Michael Patratev aus Hildesheim. Aus seiner Kindheit ist das Spielzeug – wie aus den Kinderjahren fast aller anderen Menschen am Ort des Geschehens – nicht wegzudenken. Sein Vater hingegen wuchs komplett ohne auf. „In der Ukraine gab es das zu Sowjetzeiten nicht“, berichtet Alexander Patratev. Nein, er hole nichts nach, er habe seinen Kindern einfach nur so viel Spielzeug gekauft, dass das Geschäft daraus entstand.

Lego wirft man nicht weg

Glaubt man den Ausführungen von Adrian Schwinge, trennen sich Lego-Fans nicht leicht von ihren Schätzen. „Ich habe mein Lego noch auf dem Dachboden, ich hebe es auf für meine Kinder“, sagt der Museumspädagoge. Die zwölf Verkäufer treten keineswegs den Gegenbeweis an, allesamt sind sie weiterhin Bunte-Steine-Enthusiasten. Es muss bloß ab und zu Platz geschaffen werden, oder sie entledigen sich überschüssigen Materials wie Lutz Biesterfeld. Er ist Käufer und Verkäufer in einem, allerdings mit einem Einkaufsstopp belegt. „Von meiner Frau“, sagt der Celler lachend und zeigt auf seinen Neuerwerb, der nicht viel Platz einnehmen wird: „Hier, dieser Zylinder fehlte mir in meiner Sammlung.“

Alt und Jung bauen zusammen

Wer einmal mit den bunten Steinen gespielt hat, scheint nicht davon lassen zu können. „Ich habe wieder angefangen, als meine Tochter begann, sich damit zu beschäftigen“, berichtet Biesterfeld. Auch bei Familie Fisse entfalten die bunten Teile eine generationenübergreifende Funktion. „Mein Papa ist als kleiner Junge jeden Tag in ein Spielzeuggeschäft gegangen und hat sich das angeguckt, was er haben wollte“, berichtet der neunjährige Jerrit. Irgendwann war es dann so weit, der Lego-Wunsch wurde Wirklichkeit. Bis ins Erwachsenenalter blieb Simon Fisse dem Stoff, aus dem Kinderträume sind, treu. Heute baut er gemeinsam mit Sohn Jerrit an einem Lego-Porsche. „Ja, an einem Segelschiff“, antwortet Jerrit auf die Frage, ob er denn auch zusammen mit seiner Mama baue. Jerrit ist ebenfalls voll des Lobes für die Raumschiffausstellung: „Die Leute, die das gemacht haben, haben sich viel Mühe gegeben.“

Von Anke Schlicht

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