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Celle Stadt Testfahrt für Nachwuchspiloten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Testfahrt für Nachwuchspiloten
21:48 11.09.2018
Von Dagny Siebke
Kevin Schedensack schiebt Rikas Seifenkiste für die Fahrt über den Pausenhof der Grundschule am Waldweg an. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Der Pausenhof der Waldwegschule verwandelt sich in eine Teststrecke. Einige Kinder stehen um zwei bunte Seifenkisten. Eine kleine Schräge nutzt Rika für den Start. Dank Schieber Kevin Schedensack nimmt das Mädchen ordentlich Fahrt auf. Jetzt muss sie nur die Kurve kriegen, ohne einen der Pylonen umzustoßen. Und zum Schluss kommt das Schwierigste: Nämlich die Vollbremsung nach dem Zieleinlauf.

Stolz kehrt Rika von ihrem Testlauf zurück: "Das ist so toll", sagt die Neunjährige. Für sie ist es am Samstag das erste Seifenkistenrennen. Nach dem letzten Aufruf der Grundschule Hehlentor hat sich noch eine Mannschaft angemeldet. Nun gehen neun Teams mit insgesamt 40 Teilnehmern an den Start.

Auch Rika hat sich noch schnell angemeldet. Nur einmal hat sie bereits in einer Seifenkiste gesessen. "Dafür kann ich ganz gut Rad fahren", erzählt die Viertklässlerin. Gerne fährt sie mit dem Rad die Rampen an der CD-Kaserne herunter. Auch beim Rennen fährt sie in Höhe des Altenceller Kirchwegs aus einem Lkw eine Rampe herunter. "Ich stelle mir die Strecke wie die Schulpiste vor, nur länger", sagt Rika. Ganze 425 Meter ist die Rennstrecke an der Dörnbergstraße lang. Rikas größter Feind ist ihre Angst. Doch sie hat ein Mittel dagegen: "Ich habe einfach positiv gedacht. Wenn ich alles unter Kontrolle habe, kann nichts passieren."

"Es ist so wichtig, dass ihr richtig bremsen könnt", erklärt Hausmeister Daniel Speidel den Kindern. Schließlich erreichte die schnellste Seifenkiste 31 Kilometer pro Stunde. Zur Sicherheit müssen alle Seifenkisten vor dem Start zur TÜV-Abnahme. Doch am Wochenende kommt es nicht nur auf Schnelligkeit an, sondern auch auf Kreativität. Die schönste Seifenkiste wird extra ausgezeichnet. Ein Star-Wars-Mobil und ein riesiger Feuerlöscher zogen schon die Blicke auf sich.

Daniel Speidel hat die ersten Jahre nur an den Seifenkisten gebaut, doch mittlerweile fährt er selbst. "Voriges Jahr habe ich den Trostpreis als ältester Fahrer bekommen", erzählt der 61-Jährige. Warum es weniger Teams sind als im Vorjahr? Speidel sagt, es gehe nur mit der Hilfe der Eltern, die zum Beispiel auch den Rücktransport der Seifenkisten nach oben organisieren. Vielleicht liege es auch an der Terminverschiebung. Organisator Detlev Soetbeer hat eine andere Vermutung: "Es hat bestimmt damit zu tun, dass vor zehn Jahren Acht- bis Zehnjährige das Rennfieber gepackt hat, die jetzt leider andere Schwerpunkte verfolgen. Zudem ist es uns offenbar nicht gelungen, die gebrauchten Seifenkisten weiterzugeben."

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