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Celle Stadt Trachten, Tanz und Party-Stimmung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Trachten, Tanz und Party-Stimmung
23:38 20.06.2010
Von Oliver Gatz
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Celle Stadt

Party-Stimmung an zwölf Bühnen mit namhaften Künstlern, kulinarische Köstlichkeiten und prachtvolle Trachten: Drei Tage lang feierte Celle eine Riesen-Party. Die Veranstalter zeigten sich zufrieden. „Der 30. Tag der Niedersachsen ist ein großer Erfolg geworden“, resümierte der Kuratoriumsvorsitzende und niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU). „Das Landesfest wurde vor drei Jahrzehnten initiiert, um das Gemeinschaftsgefühl der Niedersachsen aus den verschiedenen Teilen unseres schönen Landes zu stärken. Das ist in Celle besonders gut gelungen.“

Das Programm sei von den Besuchern fantastisch angenommen worden, freute sich der Minister. Er erwähnte unter anderem die Sportaufführungen und Mitmachaktionen im Französischen Garten. „Dort herrschte eine tolle Atmosphäre.“ Vor der malerischen Kulisse des Schlosses und eingerahmt von der historischen Altstadt habe Celle mit dem Fest über seine Grenzen hinaus auf sich aufmerksam gemacht. „Viele von außerhalb werden sagen: Hier wollen wir häufiger herkommen.“

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Die Residenzstadt habe mit der Gourmet-Meile und der Integrationsmeile neue Akzente beim Landesfest gesetzt, fügte Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) hinzu. Die Gäste aus Celles Partnerstädten seien besonders von der Gourmet-Meile angetan gewesen. „Unser Konzept ist aufgegangen“, betonte Mende. „Uns Niedersachsen ist es gelungen, das Wir-Gefühl auch auf unsere ausländischen Mitbürger zu übertragen.“ Die Integrationsmeile sei entsprechend gut besucht gewesen.

●Wenige Rangeleien: Nach Angaben von Celles Polizeichef Stefan Sengel ging es beim Landesfest friedlich zu. In weniger als zehn Fällen habe die Polizei eingreifen müssen – meist am späten Abend nach übermäßigem Alkoholkonsum. „Es war kaum mehr los als an einem normalen Wochenende“, sagte Sengel. „Es ist wirklich sehr ruhig gewesen.“ In Spitzenzeiten seien mehrere Hundert Kräfte im Einsatz gewesen. Das habe aber auch mit der Sonnenwendfeier auf dem Hof Nahtz in Eschede und mit dem Personal in dem eigenen Zelt der Polizei zusammengehangen.

Nach Sengels Angaben kam es bei den Rangeleien am Rande des Festes auch zu Körperverletzungen. Der Polizeichef sprach von leichten Blussuren und Prellungen. Eine Polizeireiterin sei mit ihrem Pferd gestürzt und habe sich dabei verletzt.

●Verkehr: „Das Verkehrskonzept der Stadt ist hervorragend aufgegangen“, bilanzierte Oberbürgermeister Mende. Die Parkplatzsituation sei entspannt gewesen. Nach Angaben von Polizeichef Sengel sei eher im Vorfeld des Landesfestes die Verkehrslenkung etwas schwieriger gewesen. „Da mussten sich die Leute erst einmal daran gewöhnen.“ Am Freitag habe es dann keine Probleme mehr gegeben. Am Sonnabend seien einige Park-and-Ride Plätze wie an der Sprengerstraße und in Altencelle nahezu voll gewesen, so dass die Autofahrer auf andere Flächen weitergeleitet werden mussten.

●Probleme beim Bühnenaufbau: Beim Bühnenaufbau hat es am Freitag Startschwierigkeiten gegeben. Vier der zwölf Bühnen seien davon betroffen gewesen, sagte Veranstaltungsleiter Alexander Hass. „Dann ist Plan B umgesetzt worden. Alle haben mitangepackt und die Probleme gelöst.“ Man werde sich mit der zuständigen Firma zusammensetzen und die Ursachen besprechen.

●Aurich wartet auf Niedersachsen:  Im kommenden Jahr wird Aurich in Ostfriesland den Tag der Niedersachsen ausrichten. Bereits 1982 organisierte die Stadt als zweite Kommune das Landesfest direkt im Anschluss an Celle. Aurichs Bürgermeister Heinz-Werner Windhorst (parteilos) erhofft sich durch die Steigerung des Bekanntheitsgrades der Stadt einen positiven Effekt für die dortige Wirtschaft. Aurich hat rund 40000 Einwohner und ist die zweitgrößte Stadt Ostfrieslands.

Kommentar von Ralf Leineweber:

Drei tolle Tage

Werbung in eigener Sache

Celle hat als Veranstalter des 30. Tags der Niedersachsen neue Maßstäbe gesetzt und seinen Bürgern dabei drei tolle Tage beschert. Drei Tage, an denen die Organisatoren und die Menschen in Stadt und Landkreis gleichermaßen bewiesen haben, dass es die richtige Entscheidung war, das Landesfest im Jahr seines runden Geburtstags dorthin zurückzugeben wo einst alles begann. Lange vor dem eindrucksvollen Trachtenumzug sprang der Funke der Begeisterung von den Teilnehmern auf die Besucher über und alle gemeinsam feierten das bislang größte Fest in der Stadtgeschichte.

Auch wenn nicht immer alles optimal geklappt hat an diesem Wochenende: Unsere Gäste sind – das war in vielen Gesprächen spürbar – mit sehr positiven Eindrücken nach Hause gefahren. Celle hat im besten Sinne Werbung in eigener Sache gemacht. Dies verdanken wir neben den hauptamtlich Verantwortlichen im Rathaus und bei der Tourismus Region Celle auch vielen ehrenamtlichen Helfern in Vereinen und Organisationen, die sich über Wochen in den Dienst der Sache gestellt haben. Und wir verdanken es jedem einzelnen, der sich seine Stimmung durch die zur Durchführung einer solchen Veranstaltung unerlässlichen Einschränkungen in den vergangenen Tage nicht hat verderben lassen.