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Celle Stadt Über allem thront der Landeplatz: Anbau am AKH Celle fertig
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Über allem thront der Landeplatz: Anbau am AKH Celle fertig
18:56 28.07.2016
Celle Stadt

Rund 50 Millionen Euro wurden in das Bauprojekt investiert – davon sind fünf Millionen Euro in den reinen Rohbau geflossen. Allein rund zwei Millionen Euro hat der neue Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach des Neubaus gekostet. Am aufwändigsten dabei sind die ausgeklügelten Brandschutzmaßnahmen. Darunter entstanden ist ein Anbau über fünf Stockwerke, angefangen im Erdgeschossbereich: Dort befindet sich der neue Haupteingang und Empfangsbereich – örtlich fast dort, wo er vor seiner Verlegung wegen der Bauarbeiten schon gelegen hat. Betritt man die großzügige Halle mit dem primären Empfangsbereich, so liegen rechter Hand das integrierte Café, linker Hand der neue Bereich der Zentralen Notfallaufnahme.

Im ersten Obergeschoss ist der neue Operationstrakt untergebracht – mit sieben OP-Sälen und einem großzügigen Vorbereitungs- und Aufwachareal – nur zu erreichen über interne Zugänge und Schleusensysteme. Darüber, in der zweiten Etage, sind die Umkleideräume sowie Desinfektions- und Sterilbereiche für das Personal eingerichtet mit einem direkten Zugang zum OP-Trakt ein Stockwerk darunter. Außerdem hat man hier die neueste Technologie samt Klima- und Lüftungstechnik für den OP-Trakt angelegt.

Im dritten Stockwerk wurden die Internistische und Chirurgische Intensivstation zu einem Intensivbereich zusammengelegt. Bislang lagen beide Stationen räumlich voneinander getrennt. Jetzt gehen sie ineinander über und ermöglichen nicht nur die gemeinsame Nutzung verschiedener Hightech-Geräte, sondern auch den kollegialen Austausch und bieten den Vorteil kurzer Wege.

Der vierte und fünfte Stock beherbergt zwei zugeordnete Bettenstationen für Patienten aus der Allgemein-Chirurgie beziehungsweise der Unfallchirurgie und Orthopädie – ausgestattet mit jeweils 45 Betten in 22 Zweibettzimmern und einem Einzelzimmer, unter anderem für besonders schwergewichtige Patienten. Und – konsequent in die Logistik für schnellstmögliche Versorgung von Schwerstverletzten beziehungsweise Notfällen eingebunden – thront über all dem der neue Hubschrauberlandeplatz.

Im Zuge der über dreijährigen Abriss- und Neubauzeit waren rund 50 Firmen und eine große Zahl von Unternehmen an der Errichtung des AKH-Anbaus beteiligt. Im Planungs-, Entwicklungs – und Bauaufsichtsbereich fanden mehr als 500 Baubesprechungen mit Architekten und Flachplanern und mehr als 100 Besprechungen statt. Außerdem waren rund 30 Projektgruppen in die Umzugs- und Inbetriebnahmeplanung involviert.

Von Doris Hennies