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Celle Stadt Wo Keller nass werden könnten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wo Keller nass werden könnten
17:59 12.02.2019
Von Dagny Siebke
Blau markiert sind die Überschwemmungsgebiete der Fuhse. Grün markiert sind alle Flächen, die künftig entlastet werden. Rot markiert sind alle Flächen, die gegenüber der Berechnung von 2013 stärker belastet werden. Quelle: Stadt Celle
Celle

Welche Folgen ein Hochwasser der Fuhse haben könnte, hat die Stadt Celle jetzt ermittelt. Die Verwaltung musste das Überschwemmungsgebiet neu berechnen, nachdem die Samtgemeinde Wathlingen klagte, dass Schutzwälle und Rückhalteräume im Flotwedel nicht berücksichtigt wurden. Fachdienstleiter Lothar Sander stellte die Neuordnung des Überschwemmungsgebiets der Fuhse in der vergangenen Sitzung des städtischen Umweltausschusses vor.

Auf den Karten blau markiert sind alle Überschwemmungsgebiete der Fuhse. Grün markiert sind alle Flächen, die künftig entlastet werden. Rot markiert sind alle Flächen, die im Vergleich zur Berechnung von 2013 stärker belastet werden. Die sogenannte HQ-100-Linie zeigt an, bis zu welcher Stelle im Ernstfall Gefahren durch Hochwasser drohen. Ein HQ 100 ist ein Hochwasserabfluss, der statistisch gesehen einmal in 100 Jahren erreicht wird.

Neustadt und Neuenhäusen besonders betroffen

"In den Stadtteilen Neustadt und Neuenhäusen führt die Neuberechnung zu massiven Problemen", erläuterte Lothar Sander. In der Neustadt könnte künftig auch die Riemannstraße sowie in Neuenhäusen der Bereich Itagstraße/Alte Grenze/Wiesenstraße von einem Fuhse-Hochwasser betroffen sein. In Neuenhäusen gilt dies außerdem für die Jägerstraße, die Sägemühlenstraße und die 77er Straße. "Größte Probleme" erwartet der Fachdienstleiter auf dem Gelände der ehemaligen Heide-Kaserne. Aber auch Teile der B3, an der Planckstraße und der Landgestütstraße könnten nun zum Überschwemmungsgebiet der Fuhse gehören. Genauso wie die Altstädter Schule, die in diesem Jahr aufwendig saniert werden soll. In den genannten Bereichen sind die baulichen Anlagen für den Hochwasserschutz nicht mehr ausreichend.

Positive Effekte für Wester- und Altencelle

"Besonders erfreulich sind die Neuberechnungen in Westercelle und in Altencelle. Dort liegen die deutlichen Ausweitungen im landwirtschaftlichen Bereich." Für die Anwohner am Ringelhorst und am Taubenwinkel bedeuten die neuen Werte eine Entlastung. Etwas schwieriger ist es an der Lindenallee geworden. Positiv-Effekte ergeben sich auch für die Straße Eiklint und den Celler Weg in Altencelle. Im Stadtteil Blumlage gehören die Straßen Altenceller Schneede, Peterskamp und Eilensteg nicht mehr zum Überschwemmungsgebiet der Fuhse.

Entwurf wird in Ortsräten diskutiert

Als Nächstes wird der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die abschließenden Gebietsdaten übermitteln. Der Landkreis Celle wird seine konkreten Pläne für den Neubau der Brücke über den Horstgraben ausarbeiten. Nach der Abstimmung mit der NLWKN und dem Landkreis Celle über die Aufhebung der Altverordnung von 2013 wird die Stadt Celle den Entwurf der neuen Verordnung "Fuhse Stadt Celle 2019" den betreffenden Ortsräten und dem Landvolk präsentieren.

Stadtbaurat Ulrich Kinder sagte, dass es Sinn ergebe, erst den Hochwasserschutz an der Aller und dann an der Fuhse voranzutreiben, um dauerhaft eine Verbesserung herzustellen.

Auf den Karten blau markiert sind alle Überschwemmungsgebiete der Fuhse. Grün markiert sind alle Flächen, die künftig entlastet werden. Rot markiert sind alle Flächen, die im Vergleich zur Berechnung von 2013 stärker belastet werden. Die sogenannte HQ-100-Linie zeigt an, bis zu welcher Stelle im Ernstfall Gefahren durch Hochwasser drohen. Ein HQ 100 ist ein Hochwasserabfluss, der statistisch gesehen einmal in 100 Jahren erreicht wird. Quelle: Stadt Celle

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