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Celle Stadt Großteil der Sichtungen unbestätigt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Großteil der Sichtungen unbestätigt
17:11 08.02.2019
Von Dagny Siebke
Ein Europäischer Wolf (Canis lupus lupus) streift durch ein Gehege im Wisentgehege in Springe. Quelle: Julian Stratenschulte
Celle

Schließlich hatte der Verwaltungsausschuss im Juni 2018 festgelegt, beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) den Status von Wolfsmeldungen regelmäßig abzufragen. Die gesammelten Daten werden nach bundeseinheitlichen Standards für das Monitoring von Großraubtieren in Deutschland bewertet.

Zwölf Meldungen fehlt Bestätigung: Im Jahr 2018 sind im sogenannten „Wolfspostfach“ bei der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) für die Stadt Celle 15 Meldungen eingegangen. Allerdings konnte nur in einem Fall der eindeutige Nachweis für einen Wolf erbracht werden. Dafür sind eindeutig überprüfbare Fotos oder DNA-Ergebnisse nötig. In einem weiteren Fall erhielt die Wolfsmeldung Nachweischarakter. Dies ist zum Beispiel bei Rissen, Kot und Fährten möglich.

Wildtierriss stellte sich als Falschmeldung heraus

Zwölf Wolfsmeldungen konnten nicht durch weitere Hinweise bestätigt werden. Stadtbaurat Ulrich Kinder erläutert: „Überwiegend handelt es sich dabei um Meldungen aufgrund von Sichtungen und Losungsfunden, die mangels detaillierter Nachprüfbarkeit formal als ‚unbestätigt‘ verbucht, gleichwohl im Monitoring mit aufgenommen werden.“

Ein Wildtierriss stellte sich als Falschmeldung heraus. Das heißt, bei dieser Meldung konnte der Wolf mit Sicherheit als Verursacher ausgeschlossen werden. Insgesamt gingen für den Landkreis Celle 448 Wolfsmeldungen ein. „Dem Stadtgebiet am nächsten sind damit nach derzeitigem Stand des Monitorings die Wolfsrudel Walle/Winsen und Eschede/Rheinmetall“, so Kinder.

Ortsteile wegen Datenschutz nicht genannt

Für welche Ortsteile die Wolfsmeldungen genau eingingen, wollte die LJN „aus datenschutz- und naturschutzrechtlichen Gründen“ nicht sagen. Doch im vergangenen Jahr berichtete die CZ über Wolfssichtungen in Wietzenbruch, Groß Hehlen, Klein Hehlen und Boye.

Wolfsberater übernehmen Schlüsselfunktion: „In den meisten Fällen werden Hinweise von Nicht-Wolfsberatern nicht direkt an das Monitoring gemeldet, sondern erst über die Wolfsberater an das Wolfsmonitoring weitergeleitet“, erklärt Stadtbaurat Kinder. „Die Wolfsberater haben damit eine Schlüsselfunktion im Wolfsmonitoring: Sie sind eine vertrauenswürdige Kontaktperson vor Ort und helfen den Meldenden, alle wichtigen Informationen zu möglichen Wolfshinweisen zusammenzutragen, um diese schließlich als vollständige Meldung an das Monitoring weiterleiten zu können.“

So wurden die Daten erhoben: In Niedersachsen führt die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Wolfsberatern ein landesweites passives Monitoring durch. Hierbei werden die Zuständigen aktiv, wenn sie Meldungen aus der Bevölkerung vor Ort erhalten. Ergänzt wird das passive Monitoring durch gezielte Fotofallenprojekte der LJN in Gebieten mit vermutetem Wolfsvorkommen. 2018 ging für das Celler Stadtgebiet eine Wolfsmeldung mit dem Nachweis durch eine Fotofallenaufnahme ein. Die Sichtung konnte allerdings nicht weiter bestätigt werden.

Kontakt zum Wolfsberater: Volkhard Pohlmann ist unter Telefon (05141) 51520 oder per E-Mail an v.pohlmann@kabelmail.de zu erreichen.

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