Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Celle Stadt VHS kooperiert mit "Ausbildungsbrücke Celle"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt

VHS Celle kooperiert mit Patenprojekt "Ausbildungsbrücke Celle"

19:40 24.06.2020
Von Svenja Gajek
Gabriele Engeldinger und Ralf Wolter von der Ausbildungsbrücke Celle sowie Liliane Steinke, Leiterin der VHS Celle (von links), freuen sich über die Kooperation. Quelle: René Stang
Anzeige
Celle

Liliane Steinke, Leiterin der VHS Celle, und Koordinator Ralf Wolter haben am Dienstag das ehrenamtliche Projekt „Ausbildungsbrücke Celle“ (ABB) vorgestellt. Dabei geht es um die Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Paten begleiten sie ab der achten Klasse bis hinein in die Ausbildung oder in die weiterführende Schule.

Freiwilliges Angebot für beide Seiten

Das Projekt bietet jungen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe an, unterstützt Schüler neutral mit Rat und Tat auf dem Weg zu einem erfolgreichen Schulabschluss und erleichtert durch lebenserfahrene Begleitung die Orientierung und den Einstieg ins Berufsleben. „Das Angebot ist absolut freiwillig und steht nicht in Konkurrenz zu beispielsweise Sozialarbeitern“, betonte Wolter.

Anzeige

Erfolgsgeschichte einer Afghanin

Patin Gabriele Engeldinger erzählte von einem ihrer Schützlinge: Eine afghanischen Jugendliche hat nach vielen Jahren Fluchterfahrungen in Celle erfolgreich ihre Schulabschlüsse geschafft hat. „Nach vielen Stolpersteinen und Hürden beginnt sie im Sommer ein Praktikum bei der Polizei“, berichtete Engeldinger. „So kommt sie ihrem Traumjob ein ganzes Stück näher.“ Engeldinger empfindet die Patenschaft als große Bereicherung: „Man erfährt bei der Beschäftigung mit Jugendlichen, die aus einem anderen Land stammen, etwas über ihre Kultur. Das finde ich spannend.“

Geringer Zeitaufwand

Die Anfrage der Schulen nach der Unterstützung ist größer, als zurzeit Paten zur Verfügung stehen. „Der Zeitaufwand ist im Vergleich zu anderen Ehrenämtern eher gering“, erklärte Wolter. „Die Paten und Jugendlichen treffen sich alle ein oder zwei Wochen im geschützten Raum der Schule für höchstens eine Stunde zum Austausch und planen die nächsten Schritte.“ Darin kämen auch die persönlichen Fragen und Unklarheiten der Jugendlichen zur Sprache. „Jeder, der Lust und Zeit hat, darf sich beteiligen“, sagte Steinke. „Wünschenswert ist die Aufgeschlossenheit für neue Berufsfelder, wie die IT- oder Design-Branche.“

Weitere Informationen gibt es auf www.ausbildungsbruecke-celle.de.

Christian Link 24.06.2020
24.06.2020
Gunther Meinrenken 24.06.2020