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Celle Stadt Varieté in Celle lässt in die "Welt des Staunens" eintauchen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Varieté in Celle lässt in die "Welt des Staunens" eintauchen
17:58 14.01.2018
Von Jürgen Poestges
Rostyslav Hubaydulin zeigte sich als König der Lüfte. In der Choreographie verbanden die Artisten verschiedenste Elemente zu einer Performance.  Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Und eine „Welt des Staunens“ war es fürwahr, die da auf und neben der Bühne geboten wurde. Ein rundes Programm „mit einer Mischung aus traditionellen und modernen Elementen“ hatte Stefan Gratzfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Celle, versprochen. Und er hielt Wort.

Die Stars der Show waren die drei Jungs von „Tridiculous“. Elegante Tanzbewegungen bis hin zum Breakdance vereinigte die Truppe mit toller Akrobatik. Wenn zwei Männer, auf dem Rücken liegend, ihren dritten Kollegen aus dem Liegen in den Handstand ziehen, dann stockt aber auch jedem im Zuschauerraum der Atem. In einer wundervollen Choreographie verbanden die drei Artisten die verschiedensten Elemente zu einer erstaunlichen Performance. Und gerade, weil es so leicht und einfach aussah, war es umso begeisternder.

Moderator Jan Mattheis, der dazu als Bauchredner und Zauberer aktiv war, führte launig durch das Programm. Herrlich war sein Zaubertrick mit den beiden undurchsichtigen Röhren. Unter einer stand ein Glas und unter der anderen eine Flasche. Die beiden Gegenstände sollten dann ihre Position vertauschen – mit dem Ergebnis, dass sich auf einmal der komplette Trick verselbstständigte und plötzlich zehn Flaschen auf dem Tisch standen ... köstlich.

Für Comedy und Jonglage war Robert Wicke zuständig. Die „lebende Beat-Box“ sorgte einerseits mit Beats und „Scratching“ allein mit der Stimme für staunende Blicke. Dazu jonglierte er mit Kegeln. Zwei von denen ließ er sich sogar aus dem Publikum zuwerfen. Und er holte eine junge Dame auf die Bühne, die zwar verheiratet war, sich aber trotzdem seinem Charme hingab. Der Ehemann wurde von Wicke kurzerhand nach Hause geschickt – zur Freude des Publikums.

Atemberaubende Akrobatik bot Nadia Lumley im sogenannten „Cyr Wheel“, praktisch ein Rhönrad mit nur einem Reifen. Sie kombinierte tänzerische Elemente mit den Figuren im Rad. Schon erstaunlich, welche turnerische Eleganz in diesem Gerät möglich ist.

Die Berlinerin Samira Reddmann hob den Tanz in luftige Höhe. Am Reck interpretierte sie mit unglaublicher Ausdrucksstärke ihre Musik. Dabei wirbelte ihr Körper wie schwerelos durch die Luft, nur sporadisch berührte sie den Boden.

Mila Roujilo schließlich präsentierte sich als „Herrin der Ringe“. Da wurde einem beim Zuschauen schwindelig: Jeweils zwei Reifen an den Armen, die sich auch noch entgegengesetzt drehten, dazu wirbelte ein fünfter Ring um die Hüften … atemberaubend. Und wie die Künstlerin rund 20 Reifen gleichzeitig um ihren Körper wirbeln ließ, gehörte zu den Höhepunkten der Show.

So vergingen die zwei Stunden wie im Flug. Und Zugaben gibt es beim Varieté nicht – schade eigentlich. So müssen die Zuschauer sich wohl oder übel wieder ein Jahr gedulden, bis das nächste Winter-Varieté in Celle Station macht.

Für Bianca Severloh hängt seit Freitagabend, 21.30 Uhr, der Himmel voller Geigen. Für den Höhepunkt des umjubelten Konzerts der a-cappella-Band Maybebop in der CD-Kaserne, sorgte nämlich der Celler Jörg Engling. Der ist seit dreieinhalb Jahren Bianca Severlohs Lebenspartner und machte nach einem zusammen mit der Band vorgetragenen Liebeslied seiner Angebeteten einen Heiratsantrag, der das Publikum rührte und zu Beifallsstürmen hinriss.

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