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Celle Stadt Nordwall-Planung "Gipfel des Unvermögens"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Nordwall-Planung "Gipfel des Unvermögens"
12:54 21.05.2019
Von Gunther Meinrenken
Das "Rio's" ist endgültig verschwunden. Die kultige Jugendkneipe musste dem Ausbau des Nordwalls weichen, der unter Vollsperrung vollzogen werden soll. Doch das hat die Politik erst aus der Celleschen Zeitung erfahren. Quelle: Thomas Brandt
Celle

Zwei Jahre Vollsperrung beim Ausbau des Nordwalls für den gegenläufigen Verkehr – diese Nachricht verkündete die Stadtverwaltung in der vergangenen Woche und sorgte damit nicht nur in der Bevölkerung für Verwunderung, sondern vor allem auch in den Reihen der Politik. Grünen-Ratsherr Stephan Ohl wurde von dieser Neuigkeit vollkommen überrascht. "Seit Jahren wurde der Öffentlichkeit bei allen vorgelegten Planungen für den Ausbau des Nordwalls mitgeteilt, dass dieser unter Verkehr realisiert werden könne. Zwar wurden temporär auch erhebliche Einschränkungen eingeräumt, von einer Vollsperrung war aber nie die Rede", regt sich Ohl jetzt auf.

Politik unzureichend informiert

Der Grünen-Politiker fühlt sich von der Verwaltung unzureichend informiert. "Die jetzt vorgesehene zweijährige Sperrung mit ihren daraus resultierenden Konsequenzen auch für die betroffenen Geschäfte und Unternehmen ist sicherlich von der Stadtverwaltung mit diesen im Vorfeld abgestimmt worden, so dass entsprechende Vorkehrungen der Geschäftsleute rechtzeitig getroffen werden konnten. Mit den städtischen Entscheidungsträgern wurden hingegen die Überlegungen nicht kommuniziert, obwohl zu Beginn der vergangenen Woche der Verwaltungsausschuss tagte", sagt Ohl.

"Städtebauliche Fehlplanung"

Die Grünen setzen die Vollsperrung in Beziehung zum Gesamtprojekt. "Nach und nach in kleinen Häppchen wird immer deutlicher, dass die jüngst noch von der großen Ratsmehrheit gefeierte Lösung für den Ausbau des Nordwalls, die Oberbürgermeister Nigge präsentiert hat, sich lediglich als städtebauliche Fehlplanung entpuppt", so Ohl. Sein Fazit: "Die Verwaltung hat keinen Plan, wie die Entwicklung nördlich des Nordwalls aussehen soll, keinen Plan, wie das bevorstehende Verkehrschaos vermieden werden soll, und keinen Plan, wie mit den schwächeren Verkehrsteilnehmern angemessen umzugehen ist. Es ist ein Gipfel des Unvermögens."

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