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Celle Stadt Park-Chaos: Entspannung in Sicht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Park-Chaos: Entspannung in Sicht
14:19 01.05.2019
Von Gunther Meinrenken
Halis Tuzün und Rezan Uca vom EKZ vor dem Grundstück, auf dem bald Gäste der Trauerfeiern parken können.
Celle

Seit mehr als drei Jahren sorgen die Trauerfeiern im Ezidischen Kulturzentrum (EKZ) im Gewerbegebiet Westercelle für Ärger. Oft nehmen dort mehrere hundert Angehörige Abschied von den Verstorbenen und verstopfen mit ihren Autos die Straßen oder parken auch gerne einmal Zufahrten zu den Firmen zu. Die Folgen: Die Gewerbetreibenden oder auch Zulieferer und Kunden kommen nicht mehr auf die Grundstücke. Jetzt deutet sich eine Entspannung der Situation an. Das EKZ hat eine gegenüberliegende Fläche gekauft, die als Parkplatz genutzt werden soll.

So sah es in der Vergangenheit bei kurdischen Trauerfeiern rund um das EKZ aus. Quelle: Oliver Knoblich

„Es war uns bewusst, dass wir an bestimmten Tagen Parkprobleme hatten. Natürlich liegt uns die Beziehung zu unseren Nachbarn sehr am Herzen, denn wir schätzen sie. Aufgrund dieser Problematik haben wir nach Lösungen gesucht und schließlich das Nachbargrundstück erworben“, so Nuri Delaf, Vorsitzender des EKZ.

80 zusätzliche Parkplätze

Auf dem etwa 1500 Quadratmeter großen Grundstück könnten nach Schätzungen der Stadt etwa 80 Stellplätze entstehen. Noch wird das Areal allerdings vom aktuellen Mieter genutzt. "Am 1. Juli wird die Fläche freigegeben, dann machen wir klar Schiff. Etwa ab Mitte Juli können wir es als Parkplatz benutzen. Das wird eine deutliche Entlastung bei den Trauerfeiern bringen", schätzt Halis Tüzun, Pressesprecher des EKZ, der sich noch einmal bei der Stadtverwaltung dafür bedankt, dass diese "immer nach fairen und guten Lösungen für alle Beteiligten gesucht habe".

"Gute Lösung gefunden"

Im Neuen Rathaus ist man denn auch erleichtert, dass sich ein Ende des Park-Chaos' abzeichnet. "Nach jahrelangen Misshelligkeiten rund um die Parkplatzsituation am EKZ in Westercelle scheint nun eine gute Lösung gefunden. Als Stadt standen wir in den letzten zwei Jahren im engen Austausch mit den Beteiligten vor Ort und haben unterstützt und Wege aufgezeigt, um die Probleme zu beseitigen", so Stadtsprecherin Myriam Meißner. Mit den rund 80 zu erwartenden neuen Stellflächen würden mindestens 90 Prozent der Veranstaltungen aufgefangen.

Und auch bei den Gewerbetreibenden macht sich Hoffnung breit: Abschleppunternehmer Maik Jordan, der stark unter den Falschparkern gelitten hat: "Wir wünschen unseren Nachbarn alles Gute und betrachten die neuen Entwicklungen positiv. Vielleicht zeichnet sich jetzt ein Ende der Probleme ab. Das wäre für uns alle eine große Erleichterung."

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