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Celle Stadt Voller Elan Lyrik und Musik zugänglich gemacht
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Voller Elan Lyrik und Musik zugänglich gemacht
13:53 12.03.2018
Bariton Dietmar Sander (rechts)und Johannes Nies nahmen ihre Zuhörer mit auf eine emotionale Reise. Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Wie zuvor gelang es Dietmar Sanders sowohl Lyrik als auch Musik durch seine Erläuterungen zugänglicher zu machen. Dabei war die persönliche Leidenschaft für dieses Liedgut deutlich zu spüren. Voller Elan gaben sich Sänger und Pianist der melodramatischen Ballade hin, eröffneten die Gefühlswelt einer romantischen Seele zwischen zaghaftem Säuseln und theatralischem Toben.

Schubert komponierte die Musik zur tragischen Geschichte eines Müllergesellen, dessen große Liebe unerwidert bleibt, schwer erkrankt – zum Teil noch im Krankenhaus. Er griff damit die neue Form der Lyrik-Vertonung, die den Zeitgeist perfekt traf. Der Part des Klaviers bekam bei Schubert große Bedeutung, steht gleichsam gleichgewichtig neben dem Gesang.

Zwischen Prolog und Epilog entspinnt sich das Spektrum an Emotionen zum Thema Liebe: Der erste Blick, die erste Regung, das Schwärmen, Anbeten, Werben – Hoffen, Bangen, Ernüchterung, Leiden, Wüten und Toben, bis hin zum Tod aus Liebeskummer. Romantisch verpackt in blumige Schilderungen, transferierter Bilder aus der Natur und dem Kosmos, die Freund und Trost zugleich wird und doch nicht wirklich etwas gegen die Seelenqual des Liebenden tun kann. Sanders und Nies nahmen das Publikum auf eine emotionale Reise mit, die mit Begeisterung quittiert wurde.

Von Doris Hennies

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