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Celle Stadt Ausbilder Schmidt tritt in Celler CD-Kaserne auf
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Ausbilder Schmidt tritt in Celler CD-Kaserne auf
13:58 12.09.2019
Von Andreas Babel
„Die Lusche im Mann“ – man mag es kaum glauben – steckt sogar im harten Hund: Auch Ausbilder Schmidt ist bereits in die Jahre gekommen und manchmal geht es ihm gar nicht gut. Quelle: TIMO_MUELLER_FOTOGRAFIE
Celle

Der harte Hund mit einem Fieberthermometer im Mund – was ist denn da los? Ausbilder Schmidt (alias Holger Müller) kommt am Mittwoch, 25. September, in die CD-Kaserne und ist kränklich? Wir erwischten den Comedian am Donnerstagvormittag im Auto, wo er über eine Freisprechanlage („Ich freu‘ mich ja, wenn mich jemand anruft.“) unsere Fragen gerne beantwortete. Allerdings war er in bester Verfassung und gar nicht jämmerlich drauf.

T-Shirt muss reichen

Das ist allerdings nicht immer so, wie der Komiker betont: „Auch im Ausbilder Schmidt steckt ja ein großer Loser. Er ist ja wie ich jetzt auch 50 geworden.“ Und wenn man dieses Alter erreicht habe, dann schwitze man auch mehr als früher. Deshalb trägt er nun bei seinen Auftritten keine Jacke mehr, sondern nur noch ein T-Shirt.

Ausbilder kann mit "modernem Scheiß" nichts anfangen

Die olivgrüne Klamotten hat er seit seiner Premiere beibehalten. „Man hat ja ein bis zwei Kilogramm seitdem zugenommen und die Sachen vom Anfang sind natürlich irgendwann ausgeblichen, so dass ich immer mal wieder neue habe“, erläutert er. Aber: „Mit modernem Scheiß kann der Ausbilder ja nichts anfangen. Da ist er unbelehrbar.“ Also bleibt es bei der Bundeswehr-Kleidung, die die heute 50-Jährigen noch aus ihrer eigenen Grundwehrdienstzeit in Erinnerung haben.

„Ich rekrutiere ja nicht für die Bundeswehr“

Die CD-Kaserne kennt er noch aus seinen Anfängen gut. Er weiß sogar, dass es sich bei dem Namen um den einer britischen Kaserne handelt. Probleme mit Antimilitaristen habe er bei seinen Auftritten noch nie gehabt. Wer sich sein Programm anschaue, der informiere sich im Vorhinein ja über den Künstler. Und der wisse dann, dass alles, was er auf der Bühne bringt, „mit einem Augenzwinkern“ erzählt werde: „Ich rekrutiere ja nicht für die Bundeswehr.“ Nach dem Auftritt wird der Mann ohne Dienstgrad allerdings Einberufungsbescheide ausstellen, denn: „Autogramme schreibe ich nicht.“

Über die Verweichlichung der Männer

In seinem Programm geht es dieses Mal auch um die Verweichlichung der Männer und die Gender-Diskussion. „Selbst bei der Bundeswehr gibt es jetzt ja drei Geschlechter“, sagt der Komiker, der in Köln lebt, über seine Familie aber nichts in der Presse lesen möchte.

Er „übersommert“ in Ostfriesland

Allerdings verrät er, dass er Niedersachsen liebt, denn er „übersommere“ in Ostfriesland. Dort hat er ein Ferienhaus und neben dieses Ferienhaus hat er eine Kleinkunstbühne gebaut. Dort tritt er in seinen Sommerferien selbst auf und lädt auch Kollegen zu Auftritten ein. Außerdem versucht er von Pilsum aus, den Tourismus anzukurbeln, zum Beispiel mit „Lachbustouren“ oder der „Otto-Filmtour“. Die Ostfriesen würden den Klimawandel sicher überleben, meint er. Sein Haus sei auf einer Warft gebaut, die sieben Meter über Normalnull hinausrage. Da komme das Meer nicht so schnell hin.

Ex-Diamantengutachter mit eigenem Kinofilm

Dass dieser Mann bis zu seinem 30. Lebensjahr als Diamantengutachter in seinem Geburtsort Idar-Oberstein gelebt hat, wissen sicher die wenigsten, allerdings hat er diesen Blick fürs Detail aus diesem Beruf auf die Bühne übernommen. Seit 18 Jahren tourt Holger Müller als Ausbilder Schmidt durch die Lande, tritt viel im Fernsehen auf und hat es 2009 zu einem eigenen Kinofilm geschafft, der seit 2011 schon öfter im TV lief und dort von mehr als fünf Millionen Menschen angeschaut worden ist. Er ist auch im Internet bei Youtube zu sehen. Dort haben mehr als vier Millionen Menschen reingeschaut.

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