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Celle Stadt Welle der Hilfsbereitschaft für krebskranken DRK-Kameraden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Welle der Hilfsbereitschaft für krebskranken DRK-Kameraden
17:39 26.01.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Dank des Spendenaufrufes seiner Kollegen beim Roten Kreuz bekam Christian Sachse (Mitte) eine Spende von 12.000 Euro. Mittlerweile ist er auf dem Weg der Besserung. Quelle: Oliver Knoblich
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"Das hat sich rasend schnell verbreitet und um sich gegriffen", berichtet Benjamin Schwarz, Notfallsanitäter und DRK-Facebook-Beauftragter. Aus ganz Deutschland gingen Spenden auf das Konto ein. Am Donnerstagnachmittag wurde Sachse nun ein Scheck in Höhe von 12.000 Euro übergeben. Mit dem Geld soll das Einfrieren von Spermazellen und eine mögliche künstliche Befruchtung finanziert werden.

Der 22-Jährige hatte schon im Dezember von der hohen Spendensumme erfahren. "Ich war geschockt und überwältigt", sagt der Celler. Eine Woche davor waren es noch 10.000 Euro, "danach gab es nochmal einen Schwung". Im Rahmen des Weltspartages hatten zahlreiche Kunden der Sparkasse Geld gespendet und auch die Sparkasse selbst hatte einen Beitrag dazu gelegt. "Wir sind auf Facebook auf den Spendenaufruf aufmerksam geworden und wollten auch unseren Teil dazu beitragen", sagt Sparkassen-Vorstand Patrick Kuchelmeister. Ein Großteil des Geldes war auf dem vom DRK eigens für Sachse eingerichteten Konto eingegangen.

Seit dem CZ-Gespräch Ende Oktober hat sich Christian Sachse sechs Chemotherapien unterzogen. Eine dauerte drei Tage, eine andere nur vier Stunden. Auch die Verträglichkeit einer Therapie ist von Mal zu Mal unterschiedlich. "Mittlerweile weiß man, bei welcher Chemo man mit was zu rechnen hat", sagt Sachse. Im Winter legte eine Therapie sein ganzes Immunsystem lahm, sodass er ins AKH gebracht werden musste. Weihnachten konnte er dann wieder zu Hause verbringen. "Innerhalb meiner ganzen Familie ist das Wertgefühl von Gesundheit angestiegen", erzählt der 22-Jährige. Auch seine eigene Einstellung hat sich durch den Tumor verändert. "Nach so einer Sache weiß man erst, was man hat, wenn man gesund ist."

Inzwischen ist er auf dem Weg der Besserung. Die Chemotherapien hatten Erfolg und der bösartige Tumor in seinem linken Unterschenkel ist kleiner geworden. Die Planungen für eine Operation seien bereits in vollem Gange, anschließend stehe eine weitere Chemotherapie als Vorsichtsmaßnahme an. "Ich hoffe, dass dann alles durchgestanden ist und der Krebs nie wieder kommt", sagt Sachse.

Wenn alles glatt läuft, könnte er bereits im Sommer seine Ausbildung zum Notfallsanitäter beim DRK wieder aufnehmen. "Wir hoffen, dass wir Christian beim DRK bald wieder sehen. Sein Ausbildungsplatz wird nach wie vor für ihn freigehalten", sagt Notfallsanitäter Schwarz. Und auch Sachse kann es offenkundig kaum erwarten, seine Ausbildung beim DRK wieder aufzunehmen: "Ich warte auch schon darauf, dass ich endlich wieder zurück kann. Zu Hause fällt mir allmählich die Decke auf den Kopf." (als)

Ricardo Förster (Name von der Redaktion geändert) ist genervt. Seit acht Jahren sucht er in Celle eine feste Wohnung. Der 44-Jährige sieht nicht so aus, wie viele sich einen Obdachlosen vorstellen. Er riecht nicht, kann sich gut ausdrücken, und wenn er mal ein Bierchen trinkt, dann ist es draußen schon dunkel. Zum Glück muss der 44-Jährige nicht auf der Straße schlafen, da er immer wieder ein paar Nächte bei Bekannten unterkommt. "Ich kenne viele Leute in Celle", sagt Förster.

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