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Celle Stadt Wer ist schneller im Celler Stadtverkehr: Auto oder Fahrrad? (mit Video)
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wer ist schneller im Celler Stadtverkehr: Auto oder Fahrrad? (mit Video)
15:40 19.03.2018
Von Carsten Richter
Quelle: Katharina Baumgartner
Celle Stadt

„Ich glaube, auch in einer Stadt wie Celle ist ein Fahrrad im Stadtverkehr nicht zu schlagen“, ist Meinrenken überzeugt. Richter kontert: „Man weiß ja, in einer Stadt wie Celle ist viel Verkehr, aber motorisiert ist man immer noch schneller.“ Um 11.30 Uhr fällt der Startschuss vor der CZ.

Erstes Ziel: das Neue Rathaus.

Neues Rathaus – Telefunkengelände: Eine Strecke wie für Autos gemalt. Die größere Entfernung und der Harburger Berg dürften Richter entgegen kommen. Tatsächlich kommt es aber zunächst zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. An der Wehlstraße in Höhe Italienischer Garten holt Richter seinen Kollegen ein. Doch der Vorsprung hält nicht lange: Richter muss an der Kreuzung Blumlage/Nordwall halten, Meinrenken zieht vorbei. Am Nordwall geht es für Autofahrer nur langsam voran, immer wieder stockt der Verkehr –Radler Meinrenken ist hier klar im Vorteil und hat schon die Allerbrücke passiert. Doch am Fuße des Harburger Bergs zieht Richter an Meinrenken vorbei: „Die Ampel am Torplatz stand auf Grün. Dadurch konnte ich mir einen schönen Vorsprung verschaffen.“ Der Harburger Berg hat es für Zweiräder in sich – Richter ist der klare Etappensieger. Erst 2 Minuten und 18 Sekunden nach ihm erreicht Meinrenken das Telefunkengelände. Es steht 1:1.

Telefunkengelände – Bahnhof (P&R-Anlage): Bei der nächsten Strecke sind die Radfahrer klar im Vorteil. Die Telefunkenstraße ist Sackgasse für Autos, Radler kommen problemlos durch bis zur Allerkampstraße und dann geradeaus auf der Biermannstraße direkt und bergab zum Bahnhof. Richter muss zunächst zurück zur Harburger Heerstraße, um dann in die John-Busch-Straße einzubiegen. „Wenigstens musste ich an den Ampeln nicht lange warten“, sagt Richter. An der Biermannstraße geht es für ihn wieder zügiger voran – auch Autofahrer freuen sich schließlich über abschüssige Strecken. „Wo ist eigentlich Gunther? Langsam müsste ich ihn doch eingeholt haben“, denkt Richter noch. Doch zu früh gefreut: Die Ampel an der Kreuzung Bahnhofstraße/Trüllerstraße steht auf Rot – und am P&R-Parkplatz wartet Radfahrer Meinrenken bereits auf seinen motorisierten Kollegen. Vorsprung für den Etappensieger: 1 Minute und 19 Sekunden. Das Rad geht mit 2:1 in Führung.

Bahnhof (P&R-Anlage) – An der Hasenbahn: Die Etappe ist wieder was für Autofahrer, wenig Ampeln und eine längere Distanz. Viel ist nicht los auf der Trüller- und Neuenhäuser Straße, Richter kommt mit seinem Wagen gut voran, biegt auf den Wilhelm-Heinichen-Ring ein, um die Tangente an der nächsten Ausfahrt zum Einkaufszentrum schon wieder zu verlassen. „Das ging ja schnell“, freut sich Richter. Als er an der Waschanlage an der Hasenbahn ankommt, beißt er erstmal genüsslich in sein Pausenbrot – von Meinrenken ist weit und breit nichts zu sehen. Doch viel Wartezeit bleibt Richter nicht. Etwa 30 Sekunden später kommt Meinrenken um die Ecke. Er ist durch die Heese gefahren, über Riemannstraße, Denickestraße, Seelhorststraße und Kortenumstraße radelt er dem Einkaufszentrum entgegen. Doch die kürzere Strecke hat letztlich nicht zum Etappensieg gereicht. Autofahrer Richter gleicht zum 2:2 aus.

An der Hasenbahn – CZ: Letzte Etappe. Wer wird das Rennen machen? Meinrenken entscheidet sich wieder für den Weg durch die Heese, Trüllerkreisel und dann die Bahnhofstraße. Die Zeichen stehen gut, die Ampeln alle auf Grün. Für Richter geht es auf dem Wilhelm-Heinichen-Ring langsam, aber stetig voran. Die Ampel an der Einmündung zur Hannoverschen Straße zeigt Rot, doch wenigstens kein Stau. Es läuft gut für Richter. „Jetzt noch zwei Ampeln passieren“, denkt er in Höhe der CD-Kaserne und hofft auf grüne Welle. Meinrenken hält Ausschau nach dem gelben Ballon, mit dem Richters Auto gekennzeichnet wurde, damit es vom CZ-Filmteam besser erkannt wird. Kurz vor dem Ziel entdeckt er ihn. Richter steht schon auf der Wendespur vor der CZ. „Wenn jetzt noch ein paar Autos kämen“, denkt Meinrenken. Es kommen keine mehr. Mit etwa 100 Meter Vorsprung geht Richter durchs Ziel. „So sehen Sieger aus“, freut er sich. „Allerdings hatte ich auch Glück und viele grüne Ampeln. Man kann also auch mit dem Auto schnell in Celle vorankommen.“ Meinrenken gratuliert: „Das hätte ich nicht erwartet. Glückwunsch, Carsten.“

Fazit: Das Auto lag am Ende insgesamt 1 Minute und 34 Sekunden vorn und das, obwohl Meinrenken schon deutlich schneller als üblich gefahren ist. Beim gemütlichen Radeln wäre der Vorsprung sicherlich noch etwas größer gewesen. Aber: Das Rennen fand zur Mittagszeit statt und nicht im morgendlichen oder abendlichen Berufsverkehr, wo man auch in Celle in dem einen oder anderen Stau hängen bleibt. Und: Es war ein Wettkampf ohne quälendes Parkplatz suchen oder lästige Parkgebühren. So gesehen ist das Fahrrad in Celle eine echte Alternative zum Auto. Vieles lässt sich mit dem Rad sehr bequem erledigen.

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