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Celle Stadt So will die Hubergroup die Produktion verlagern
Celle Aus der Stadt Celle Stadt So will die Hubergroup die Produktion verlagern
11:17 22.05.2019
Von Dagny Siebke
Die Hubergroup baut 350 Arbeitsplätze in der Münchner Region ab. Die Produktion soll in bestehende Fabriken in Europa verlagert werden. Also auch nach Celle. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Die Hubergroup plant eine Restrukturierung der Werke in Deutschland und den Rückzug aus dem Bereich "Heatset-Skalenfarben" in Europa. Die Hubergroup hat eine Zweigniederlassung in Celle. 2015 fusionierten die beiden Unternehmen Michael Huber München GmbH und Hostmann-Steinberg GmbH Celle unter dem Dach der Hubergroup Deutschland GmbH. Von der Verlagerung ist vor allem die Farbenfabrik im Werk Kirchheim bei München betroffen. An diesem Standort verlieren bis zu 350 Mitarbeiter in der Produktion und produktionsnahen Bereichen ihren Arbeitsplatz. Insgesamt kommt die Hubergroup aktuell auf 900 Mitarbeiter.

Hubergroup-Sprecher Michael Spörl erläutert: "Im Rahmen eines Reorganisationsprogramms ist geplant, die gesamte Produktion im Werk Kirchheim bei München zu schließen und an bestehende Standorte der Unternehmensgruppe zu verlagern." Das Unternehmen verlagere die Produktion auf Werke in Niedersachsen und Polen. Die Zentrale des Konzerns solle allerdings in der Münchner Region erhalten bleiben, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Produktion wird auch nach Celle verlagert

Hat die Werksschließung in Bayern also auch Folgen für den Standort Celle? Michael Spörl sagt auf CZ-Nachfrage: "Es wird ein wenig hin- und hergeschoben, aber für die Belegschaft und vom Output her gesehen, wird sich nichts ändern. Mit der Umorganisation wollen wir den Standort Deutschland der Hubergroup langfristig sichern." Momentan arbeiten rund 410 Mitarbeiter in der Zweigniederlassung Celle.

Neben der Werksschließung ist geplant, die Herstellung und den Vertrieb von sogenannten Heatset-Skalenfarben in Europa einzustellen. Unter Verwendung der Heatsetdruckfarben werden Zeitschriften, Kataloge, Bücher und Werbeschriften hergestellt. Die Farben trocknen durch Verdunsten von Mineralölen mithilfe thermischer Energie, daher der Name „Heatset“.

Verhandlungen über Ausgleich und Sozialplan

Spörl sagt zu den Hintergründen: "Der Markt für Druckfarben in Europa stagniert oder schrumpft in vielen Segmenten. Davon ist vor allem der Offsetdruck betroffen mit starken Rückgängen im Akzidenz- und Publikationsdruck. Um sich in diesem herausfordernden Marktumfeld stärker zu fokussieren, plant die Hubergroup, ihr Produktsortiment zu bereinigen und die Werkstruktur anzupassen." Geschäftsführung und Betriebsrat seien in Verhandlungen über einen Interessenausgleich und den Sozialplan. Die Maßnahmen sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre vollständig abgeschlossen sein, so der Hubergroup-Sprecher.

Mit mehr als 250 Jahren Erfahrung gehöre die Hubergroup zu den führenden internationalen Spezialisten für Lösungen und Technologien rund um Druckfarben und Druckhilfsmittel für den Verpackungsdruck und den kommerziellen Druck. Das Familienunternehmen stelle einen Großteil der maßgeblichen Rohstoffe wie Pigmente, Bindemittel und Additive in Eigenproduktion in Indien her. Dadurch könne die Hubergroup eigene Qualitäts- und Umweltstandards definieren und diese gegenüber ihren Kunden garantieren. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete das Unternehmen im Jahr 2018 mit 3800 Mitarbeitern und weltweit 130 Standorten einen Jahresumsatz von etwa 800 Millionen Euro.

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