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Celle Stadt „Wilde Stiere“ bringen Celler CD-Kaserne zum Sieden
Celle Aus der Stadt Celle Stadt „Wilde Stiere“ bringen Celler CD-Kaserne zum Sieden
15:23 28.01.2018
Wegen finanzieller Nöte werden fünf Männer erfinderisch und ziehen nach Vorbild der Chippendales als "Die Wilden Stiere" durchs Land. Auch die rund 20 Männer im Publikum kamen am Samstagabend in der CD-Kaserne auf ihre Kosten. Quelle: Oliver Knoblich
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Zu verpassen hätte es manches gegeben, was die Natur in ihrer Vielfalt erschaffen hat. Und selbst wenn die fünf Herren auf der Bühne nicht ganz dem Aussehen der „Chippendales“ entsprachen, der Jubel der Zuschauer um jedes Stück weiter befreiter Haut hätte nicht größer sein können. Was dabei rauskommt, wenn drei Kindsköpfe einen „Eins A gewinnbringenden Plan“ aushecken, entwickelte sich zu einem wahren Lach-Lust-Spiel voller spaßiger, anzüglicher Peinlichkeiten – die aber, sehr gekonnt, niemals das richtige Maß verloren.

Die Geschichte: Im Ort ist die wirtschaftliche Sturzfahrt ins Tal angekommen, es herrscht weitreichende Arbeitslosigkeit. Kalle – der rigoros erfolglose Selfmade-Geschäftsmann und Dauer-Anpumper – trifft sich mit seinen Freunden Herbert (Marke Fässchen statt Sixpack, weiches Herz und weiche Birne) und Norbert (Pantoffelheld und pessimistisch-ängstliche Spaßbremse) auf ein Bier in ihrer Stammkneipe. Pleite, Strom und Heizung schon gesperrt, treibt die männliche Selbstüberschätzung noch letzte großspurige Blüten: Die Idee, gleich den eben gastierenden Superboys mit ein bisschen Blankziehen und anheizen massig Kohle zu machen, ist geboren.

Gesagt, getan: Kalle macht sich ans Werk und gibt eine Anzeige für weitere Mitstreiter auf. Dabei ist die Realisierung noch in weiter Ferne, denn Herbert fürchtet seine Frau Hilde und Norbert schwächelt etwas bei Schultern und Bizeps, seine Stärken umlagerten mehr mittig. Als sich schließlich Kevin – der gut bestückte Fliesenleger vom anderen Ufer – und „The Rock“ – tanzbegabtes Schokostückchen und deklarierter „Anfeuchter“ – zur Truppe gesellen, die depressive Putzfrau Antje ihren Kittel ablegt und als Nicolette das Coaching übernimmt, wird’s ernst: Das „Strippen bis die Mädels quieken“ gewinnt Form.

„Die wilden Stiere“ brachten den Saal der CD-Kaserne zum Sieden. Auch die rund 20 Männer im Publikum konnten sich der allgemeinen Euphorie nicht entziehen – es wurde geklatscht, gejohlt und gepfiffen – und selbst die Akteure hatten mit ansteckenden Lachern zu kämpfen. Selten kommt „Blankziehen“ in solch einem unterhaltsamen Paket daher.

Von Doris Hennies

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