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Celle Stadt Wo ist Platz für Blumlage-Supermarkt?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Wo ist Platz für Blumlage-Supermarkt?
19:54 26.01.2018
Von Michael Ende
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Für Verwirrung hatte ein Vorstoß der Gruppe FDP/Unabhängige gesorgt, die beantragt hatte, die Stadt sollte die Planung eines Nahversorgers "auf dem Gelände der ehemaligen Notfallpraxis" an der 77er Straße anschieben. Das sei nicht möglich, so die Verwaltung, da die Einrichtung nach der Verlagerung der Notfallpraxis weiterhin vom DRK als Rettungswache genutzt werde. Nahversorgungsmärkte würden in der Regel mit 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche auf Grundstücken ab 3500 Quadratmetern geplant: "Die Fläche des gesamten DRK-Grundstück beträgt 3100 Quadratmeter." Zur Errichtung eines Nahversorgungsmarktes müsste also die gesamte DRK-Nutzung aufgegeben werden.

Das wollte niemand im Ausschuss. Also stimmten dort selbst die Unabhängigen gegen ihren eigenen Antrag, wiesen aber darauf hin, dass sie lediglich den Parkplatz vor der alten Notfallpraxis als Bauplatz für einen Supermarkt ins Auge gefasst hatten. Dort wollte schon 2015 die BKK Mobil Oil ihr neues Verwaltungsgebäude errichten. Diese Millionen-Investition platze damals. Jetzt überraschte die Verwaltung mit der Aussage, dass sie prüfen lassen wolle, ob ein Markt nur auf den Parkplatz passe – und das, nachdem sie bekräftigt hatte, dass sogar das noch größere Gesamtgelände zu klein für einen Markt sei.

Derzeit werde die Nahversorgungssituation in Celles Ortsteilen durch die Verwaltung und ein Fachplanungsbüro in der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes untersucht, so Stadtbaurat Ulrich Kinder. Im Zuge der Fortschreibung würden auch Empfehlungen für ergänzende Standorte gegeben: "Trotz unserer Bedenken soll der Gutachter auch den Standort an der 77er Straße prüfen." Vielleicht "passe" der Parkplatz ja doch.

Stephan Ohl (Grüne) wies darauf hin, dass die Blumläger dringend einen Vollversorger bräuchten: "FDP und Unabhängige haben eine Rolle rückwärts gemacht: Erst Cramer ablehnen und dann 150 Meter davon entfernt einen neuen Supermarkt fordern – das ist doch scheinheilig." Ohl sagte, man solle lieber gleich auf dem nördlichen Teil der alten Cramer-Fläche einen Markt planen. Christoph Engelen (SPD): "Nur an einem Ort ist Platz dafür – nämlich genau dort. Der OB steht bei den Anwohnern im Wort, dass sie einen Vollsortimenter bekommen."

Man lasse im Rahmen des Einzelhandelskonzeptes sämtliche in Frage kommenden Standorte prüfen, betonte Kinder. Sollte sich ergeben, dass die ehemalige Cramer-Fläche als Platz für einen Supermarkt sinnvoll sei, dann sei das "natürlich möglich". Einstweilen empfahl der Ausschuss jedoch, für den südlichen Teil der Cramer Fläche einen Wohnungsbau-Investorenwettbewerb auszuschreiben. Der nördliche Teil sei bereits für Wohnbebauung vorgesehen, hieß es. Die Stadt wolle sich bald für einen von vier interessierten Investoren entscheiden, so Kinder. Die Bebauung solle dann "zügig" erfolgen.

Warten. Viel mehr als das bleibt den Altencellern bei ihrem wichtigsten Zukunftsthema nicht übrig. Ortsbürgermeister Hans-Werner Schmidtmann (CDU) hat sich auch nach Jahren des Wartens nicht daran gewöhnt, dass es mit der Ostumgehung nicht weitergeht: „Für uns in Altencelle hat die Weiterführung der B3 höchste Priorität. Das Bundesverwaltungsgericht wollte bis Ende des dritten, spätestens Anfang des vierten Quartals 2017 eine Entscheidung fällen. Bis jetzt ist aber nichts geschehen. Für die Menschen steigt die tägliche Belastung immer stärker, für unsere Schulkinder wollen wir sichere Schulwege. Wir wollen und wir brauchen die Umgehungsstraße, wir brauchen sie jetzt und schnell.“

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