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Celle Stadt Celler Händler sauer wegen Weihnachtsmarkt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Händler sauer wegen Weihnachtsmarkt
18:00 14.10.2019
Von Dagny Siebke
2018 bauten Marktbeschicker ihre Stände in der Schuhstraße auf. Doch diese kommt wegen des Nordwall-Umbaus 2019 nicht infrage. Quelle: Gunther Meinrenken
Celle

Die Celler Marktbeschicker fühlen sich erneut vor vollendete Tatsachen gestellt. Am Mittwoch verkündete die Celler Stadtverwaltung, dass der Wochenmarkt für die Dauer des Celler Weihnachtsmarktes überwiegend am Markt sowie am Brandplatz und in der Zöllnerstraße zu finden ist.

Nur eine Stunde vor der Veröffentlichung seien einige "auserwählte" Marktbeschicker darüber informiert worden, moniert Rüdiger Korte, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Celler Wochenmärkte. Dabei habe er Dezernentin Susanne McDowell bereits im August angerufen, um mit ihr über die Pläne zu sprechen. Kortes Vorwurf: "Die Stadt Celle hat die Marktbeschicker souverän bei sämtlichen Planungen außen vor gelassen."

Stadt Celle: "Kündigung vermeiden"

Das Problem: Aufgrund des Nordwall-Umbaus steht die Schuhstraße anders als im Vorjahr nicht als Ausweichfläche für die Marktbeschicker zur Verfügung, da sie als Rettungsweg gebraucht wird. In Zusammenarbeit mit der Celler Tourismus und Marketing GmbH (CTM) hat die Stadtverwaltung daher eine Alternative entwickelt, die das Stattfinden des Wochenmarktes an zwei Tagen der Woche auch während des Weihnachtsmarktes ermöglicht. Auch die Feuerwehr hat ihr Okay gegeben. Morgen erfahren die Marktbeschicker im Alten Rathaus, wer in die Zöllnerstraße ausweichen muss.

 „Die Situation in der Innenstadt lässt aktuell leider keine andere Lösung zu," so Susanne McDowell. Quelle: Gunther Meinrenken

„Unser Ziel war und ist es, jedem der Marktbeschicker während der Vorweihnachtszeit trotz der Baumaßnahmen und des Weihnachtsmarktes einen Platz anbieten zu können“, erläutert McDowell das Vorgehen. „Die Situation in der Innenstadt lässt aktuell leider keine andere Lösung zu. Wir meinen aber, hier einen Kompromiss erarbeitet zu haben, der von allen getragen werden kann. Andernfalls hätten wir Marktbeschickern kündigen müssen, was wir unbedingt vermeiden wollten.“

Einbußen im Schnitt bei 15 Prozent

Korte kritisiert, dass der Wochenmarkt nach den neuesten Planungen sehr zerrissen werde. Bei Veränderungen treffe es vor allem die Stände mit älterer Stammkundschaft, die dann nicht so gut wiedergefunden würden oder für die jeder Meter Entfernung vom Stammplatz kritisch werde.

Rüdiger Korte und Claudia Klingemann. Quelle: Gunther Meinrenken

Schon im vergangenen Jahr hatten sich die Marktbeschicker über das Vorgehen der Celler Stadtverwaltung geärgert.Damals standen einige Marktbeschicker in der Schuhstraße. "Mit jedem Meter weiter hinten fiel der Umsatz schlechter aus", so Korte. Die Einbußen der Verkäufer hätten im Durchschnitt zwischen 10 und 20 Prozent gelegen.

Umbau wie bei Stadtfest wünschenswert

Alternativ hätten einige Marktstände an der Stechbahn hinter die Bänke vor der Stadtkirche rücken können, erläutert Korte. Eine Möglichkeit seien auch Weihnachtsbäume gewesen, die man im Container einfach verschieben könne. Korte weiter: "Wie das laufen könnte, sehen Celler bei jedem Stadtfest. Da werden die Getränke- und Wertmarkenbuden vor dem Wochenmarkt am Samstag auch einfach zur Seite geschoben."

Korte betont: "Es lässt sich eine Lösung finden, wenn man nur will." Jede Schwächung treffe den gesamten Markt, erklärt der Vorsitzende der Marktbeschicker. Denn insgesamt kämpften Wochenmärkte ums Überleben, auch in Celle gebe es immer mehr Lücken. Korte: "Der ständige Ärger mit der Stadt Celle führt dazu, dass sich immer weniger neue Bewerber für den Wochenmarkt finden."

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