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Celle Stadt Zensus 2011: Heiße Phase ist gelaufen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Zensus 2011: Heiße Phase ist gelaufen
13:08 29.07.2011
Von Michael Ende
Wolfgang Jung üner den Stand Zensus Quelle: Peter Müller
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Celle Stadt

CELLE. "Wir sind fast durch", sagt Wolfgang Jung von der gemeinsamen Erhebungsstelle von Stadt und Landkreis Celle. Er beschäftigt sich im Neuen Rathaus mit der Volkszählung 2011. Unter seiner Koordination haben seit Mai rund 240 Interviewer – im Behördendeutsch "Erhebungsbeauftragte" genannt – stichprobenartig rund 5500 Haushalte aufgesucht. "So haben wir rund zehn Prozent der Einwohner gefragt", sagt Jung. Mehr müsse man auch nicht interviewen, um sich an die aktuelle Einwohnerzahl heranzuarbeiten – und die 90 Prozent, die nicht befragt worden seien, würden auch keinen Besuch mehr bekommen.

Wohl aber ein Teil der bereits Befragten, erläutert Jung. Bürger, deren Antworten noch Fragen offen ließen, würden nun noch einmal angeschrieben: "Wir werten jetzt die Befragungsergebnisse aus und arbeiten wenn nötig nach." Wen etwa nicht plausibel erscheine, würde nachgehakt. "Zur "Qualitätskontrolle" würden fünf Prozent der Befragten, die in Kommunen unter 10.000 Einwohnern lebten, noch einmal angeschrieben: "Das mag manchen wundern, aber so ist es nun mal vom Gesetzgeber vorgesehen", so Jung. Vorgesehen sei auch, dass zum Beispiel Hausbesitzer noch einmal gesondert befragt würden. Ab September werde man im Stadtgebiet auch noch einmal "Unstimmigkeiten" in Bezug auf Melderegister-Daten nachgehen.

Die Zahl der Volkszählungs-Verweigerer sei verschwindend gering, bilanziert Jung: "Es gibt Einzelfälle, in denen sich Bürger nicht kooperativ verhalten wollten. Aber da bleiben wir am Ball – es besteht weiterhin Auskunftspflicht." Wo nötig,, werde man "sanften Druck" ausüben, so Jung: "Zur Not setzen wir auf Zwangsgelder. Das fängt in der ersten Stufe bei 400 Euro an und geht in der zweiten Stufe bei 500 Euro weiter. Wir setzen uns durch."