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Klein Hehlen Neues Leben im alten Dorfkern
Celle Aus der Stadt Klein Hehlen Neues Leben im alten Dorfkern
13:58 21.01.2019
Von Michael Ende
Hier soll neues Leben einziehen: Klaus Didschies vor dem ehemaligen Stallgebäude auf dem Bungenhof an der Dorfstraße.
Klein Hehlen

Des einen Freud, des anderen Leid: Was Neuenhäusens Ortsbürgermeister Jörg Rodenwaldt (SPD) beglückt, treibt seinem Klein Hehlener Amtskollegen Klaus Didschies (CDU) die Sorgenfalten auf die Stirn. Der wartet gespannt, auf die Genehmigung des städtischen Haushalts: "Ich hoffe, dass neuerliche Kürzungen im Bereich der Straßenbauunterhaltung, die der Sanierung des Stadtteils Neuenhäusen geschuldet sind, sich nicht zum Nachteil der Witzlebenstraße in Klein Hehlen auswirken werden." Schließlich sollte hier schon im letzten Jahr mit dem Bau einer Querungshilfe im Bereich des Westmarktes begonnen werden. "Weitere Gehwegabsenkungen und barrierefreie Bushaltestellen waren für dieses Jahr fest eingeplant, ebenso wie die Erneuerung der gesamten Fahrbahndecke der Witzlebenstraße."

Hat Stadt marode Straße abgehakt?

Das Thema der Schlaglochpiste Zugbrückenstraße hingegen begleitet den Ortsbürgermeister seit nunmehr über 21 Jahren. "Da verwundert es mittlerweile keinen mehr, dass eine Sanierung der Straße im städtischen Investitionsprogramm für die kommenden Jahre überhaupt gar nicht mehr aufgeführt ist", sagt Didschies. Nur durch die Realisierung des Neubaugebietes auf dem ehemaligen Koller-Grundstück wäre eine Abschnittsbildung für einen Teil der Zugbrückenstraße denkbar, die in den Folgejahren den Rest der Straße nach sich ziehen könnte.

Aber es gibt auch Erfreuliches zu berichten

"Zum Beispiel, dass sich die Neugestaltung des Kinderspielplatzes in der Zugbrückenstraße auf der Zielgeraden befindet und dieser im Frühjahr eingeweiht werden kann", so Didschies. So habe man dank einer großzügigen Einzelspende alle Spielgeräte aus den 60ger Jahren durch zeitgemäße ausgewechselt und die gesamte Fläche neu überplant: "Auch der Ortsrat beteiligt sich an der Finanzierung zweier Ruhebänke."

Rennpiste Winsener Straße entschärfen

Ärgerlich für den Ortsrat und besonders für die betroffenen Anlieger sei die Tatsache, dass sich für die Winsener Straße auf dem kurzen Teilstück zwischen dem Ortseingang Boye und der Zufahrt zum Kieferngrund bis heute keine Lösung abzeichne", sagt Didschies: "Hier darf auf 600 Metern Länge 100 Stundenkilometer schnell gefahren werden, was eine vermeidbare und nicht hinnehmbare Lärmbelastung für die unmittelbaren Anlieger der Südseite bedeutet. Hier wäre eine durchgehende Tempobegrenzung auf 70 Stundenkilometer die einfachste Lösung."

„Leben und Wohnen mit Tieren“

Sehr positiv sieht Didschies die Entwicklung im alten Dorfkern: "Hier wird es in diesem Jahr mehrere Veränderungen geben, da sich unter anderem die Familien vom Luhmannshof und vom Bungenhof neu und zeitgemäß aufstellen." Die ehemaligen vom Reit- und Fahrverein Herzogstadt Celle genutzten Stallungen auf dem Bungenhof würden zum Teil in attraktiven Wohnraum umgewandelt. Zukünftig solle hier ein „Leben und Wohnen mit Tieren“ möglich sein: "Dazu werden sich nach Abschluss der umfangreichen Umbauarbeiten zu den hauseigenen Pferden auch ein Teil der Alpakas gesellen, die zurzeit auf der Weide am Hollenkamp bestaunt werden können." Auf dem Luhmannshof entstehe nach einem Komplettumbau der alten Scheune ein neues Kompetenzzentrum für alternative Medizin.

Wer kauft Jugendherberge und Ralveshof?

Beide Projekte zeichneten sich durch einen behutsamen Umgang mit alter Bausubstanz sowie ausgeprägte Verantwortung der Eigentümer für den Erhalt und Gesamteindruck des idyllischen alten Dorfbildes aus, freut sich Didschies, der seinem 22. Dienstjahr als Ortsbürgermeister optimistisch entgegenblickt. "Ich bin zuversichtlich, dass es auch für die Jugendherberge und den zum Verkauf anstehenden Ralveshof eine für den Dorfkern verträgliche Nachnutzung geben wird."