Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Klein Hehlen Leiser Trompeter exquisiter Töne
Celle Aus der Stadt Klein Hehlen Leiser Trompeter exquisiter Töne
07:45 13.06.2019
Mathias Schmutzler und Holger Gehring werden ein gemeinsames Konzert in der Klein Hehlener Bonifatius-Kirche geben. Quelle: Antje Müller, art bohème Musikmanagement
Celle

Der Solotrompeter der Staatskapelle Dresden, Mathias Schmutzler, ist eine ausgesprochen angenehme Person. Er kommuniziert direkt und offen. Wirkt unkompliziert. Kaum hat er die Interviewanfrage erhalten, meldet er sich vom Hundespaziergang direkt zum Gespräch. „Guten Tag, schön dass Sie anfragen wegen eines Gesprächs für die Zeitung in Celle. Dort bin ich ja immer sehr gerne. Und schon ganz oft gewesen. Wir können gerne sprechen.“ Aber im Unterton hört man die Frage mitschwingen, dass er nicht so recht glaubt, dass das jemanden interessieren könnte.

Keine Lust auf Solokarriere

So bescheiden ist Schmutzler, sicher einer der besten Trompeter unserer Tage, wenngleich keiner der bekanntesten. Das liegt daran, dass er keine Lust auf Solokarriere hatte, als er an einem bestimmten Punkt seiner Karriere angekommen war. „Als ich nach 15 Jahren Dresdner Philharmonie das Angebot bekam, zur Staatskapelle zu wechseln, da wusste ich noch gar nicht so richtig, wo es mit mir in meinem Beruf langgehen sollte. Ich hatte bis dahin noch kaum Oper gespielt. Ich war zwar gerade für zwei Aufführungsserien von Strauss-Opern in der Staatskapelle eingesprungen, aber was es heißt, in einem Repertoirebetrieb Solotrompeter zu sein, das war mir damals nicht klar. Das merkte ich erst, als ich den Spielplan meiner ersten Spielzeit an der Staatskapelle sah. Da gab es nämlich einen Richard-Strauss-Zyklus mit den wichtigsten zehn Opern von ihm. Und das in kürzester Zeit. Da hatte ich die ganzen Sommerferien zu tun mit dem Üben. Aber die Aufführungen wurden dann auch zu wunderbaren Erfahrungen. Das lag nicht nur an den Stücken, sondern auch an unserem damaligen Chefdirigenten Giuseppe Sinopoli.“

Freundschaft in Celle aufgebaut

Der seinerzeit überall gefeierte italienische Dirigent, Komponist und Archäologe Sinopoli war von 1992 bis zu seinem frühen Tod 2001 Chefdirigent in Dresden. Genau in dieser Zeit begann auch Schmutzlers Kontakt zu Celle, denn er erzählt davon, wie er in einer der ersten Veranstaltungen zum Wiederaufbau der Frauenkirche mit seinem Blechbläserensemble vor der grauen Ruine der Frauenkirche gespielt hat und in der ersten Reihe eine auffallend vitale, interessierte und begeisterte Frau saß. Das war Sigrid Kühnemann aus Celle, die sich wenig später dazu entschloss, ihr Leben dem Wiederaufbau der Frauenkirche zu widmen. „Sie engagierte sich in einem unglaublichen Maße für unsere Frauenkirche, sammelte Geldsummen zu diesem Zweck, die kaum jemand für möglich gehalten hatte. Damals begann unsere Freundschaft. Sie und ihr Mann Wolfgang hatten einen engen Kontakt zu unseren Kindern. Wir feierten auch mal mit den Kühnemanns zusammen Weihnachten.“

Allein im Rampenlicht

Als Kühnemann dann 15 Jahre lang das alljährliche kleine Festival „Sachsens Glanz im Celler Land“ organisierte, da war Schmutzler auch fast immer dabei, wenn sein Kollege und früher Förderer Güttler das Rampenlicht genoss, während Schmutzler die kniffligsten Passagen in den Ensembles spielte. Beim Konzert in der Klein Hehlener Bonifatius-Kirche steht nun Schmutzler alleine im Rampenlicht. Zusammen mit dem Dresdner Organisten der Kreuzkirche, Holger Gehring, spielt er ein Programm, das von Bach über Mendelssohn bis zu Duke Ellington erreicht. Das Konzert am Montag, 17. Juni, beginnt um 19 Uhr.

Von Reinald Hanke

Der Celler Jörg Peters stellt sich Ende Mai als Bürgermeister in Wietzendorf zur Wahl. Er möchte vor allem die Familie und den Tourismus fördern.

Svenja Gajek 02.05.2019

Der Betrieb der Grundschule in Klein Hehlen ist "ohne Bedenken" möglich. Ermittler gehen von fahrlässiger Brandstiftung aus.

25.04.2019

Ein 76 Jahre alter Mann wurde am Mittwochmittag bei einem Unfall schwer verletzt.

Andreas Ziesemer 25.04.2019