Celler Galerie Halbach zeigt Ausstellung Fest der Farbe wegen Corona online
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Kultur Virtueller Gang durch „Fest der Farbe“
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Celler Galerie Halbach zeigt Ausstellung Fest der Farbe wegen Corona online

17:59 22.03.2020
Ein Anteil von Michele Roccotellis Werken für die aktuelle Ausstellung "Fest der Farbe" kam noch in Celle an - der Künstler selbst und ein weiterer Teil seiner Arbeiten mussten in Italien bleiben. Quelle: Doris Hennies
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Celle

Eigentlich wäre dazu der renommierte italienische Maler Michele Roccotelli erwartet worden. Und eigentlich hätten erwartungsvolle Gäste die Ausstellungsräume zu diesem Anlass dichtgedrängt gefüllt. Eigentlich – wenn nicht Corona dieser Planung einen deutlichen Strich durch die Rechnung gemacht hätten. Ute Halbach und ihr Team wollen sich von all dem, was die Menschen derzeit in Angst und berechtigte Vorsicht versetzt, nicht entmutigen lassen. Stattdessen haben sie nach einer passenden Antwort gesucht, und mit ihrer ersten „Online-Vernissage“ ihre Ausstellung eröffnet, die jetzt erst einmal per Netz und Bildschirm zu sehen sein wird.

"Sicherheit vor Risiko“

„Wir hatten in den letzten Wochen noch immer die Hoffnung, es könnte klappen mit der Vernissage. Als sich die Lage dann zugespitzt hat, war uns klar: Sicherheit vor Risiko“, so Ute Halbach. „Wir haben viel darüber gesprochen und uns war klar. In diesen Zeiten braucht man dringend etwas Schönes, Lebensbejahendes, Fröhlich stimmendes als Ausgleich zu all den bedrückenden Nachrichten, die uns vor allem per Bildschirm zuhause erreichen“. Was könnte da besser geeignet sein, als ein Fest der Farben für die Augen. „Als hätten wir´s geahnt als wir mit der Planung begannen“.

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Sendung mit Roccotelli-Bildern blieb hängen

Schon im Laufe der Vorbereitung ging einiges schief. Eine Bilderlieferung von Ulrike Hansen konnte nicht transportiert werden. Die letzte Sendung mit neuen, eigens für die Ausstellung gemalten, Arbeiten von Michele Roccotelli blieb irgendwo auf dem Versandweg zwischen Bari und Celle hängen. Dann durfte auch der Künstler selbst nicht mehr ausreisen. Ute Halbach: „Michele und ich kennen uns seit 32 Jahren – seit ich ihn auf einer Reise in einer Ausstellung in Verona für mich und die Galerie entdeckt habe. Es ist längst Freundschaft geworden und so bedauere ich es doppelt, dass dieses geplante Treffen nicht stattfinden konnte. Er ist ein Meister der Farbe und der Konstruktion“.

„Tretet ein in meine Welt und genießt sie“

Auf Roccotellis Bilder sollte die Ausstellung, ergänzt von Arbeiten weiterer sechs Künstler, aufgebaut sein. „Ich denke an eine Einladung, die er im Zuge seiner Bilder immer wieder ausspricht: „Tretet ein in meine Welt und genießt sie“. Schöner kann man doch niemanden auffordern, die Sorgen mal hinter sich zu lassen und sich in der Betrachtung eines Bildes ein Stück Ruhe und Freude zu gönnen“.

Dieses Stück Schönheit und Ablenkung sollen sich alle Menschen (und nicht nur die Freunde und Kunden der Galerie) jetzt per Mausklick nachhause holen können. Ein quasi virtueller Gang durch eine Ausstellung, die abgesehen von den Arbeiten von Ulrike Hansen, Folkert Rasch, Cäsar W. Radetzky, Frank Suplie und Bernhard Vogel, noch Zusätzliches zeigt. Die Homepage der Galerie wird gerade im Eiltempo dementsprechend überarbeitet und ergänzt – vom jüngsten Zugang des Halbach-Teams, Hubertus Fritze. Dort sollen dann nicht nur Bilder zu sehen sein. Es wird auch Informationen über die jeweiligen Künstler geben und Zugänge auf weitere Social Media Kanäle wie facebook eröffnen, über die eine „hoffentlich lebhafte“ Kommunikation, ein Austausch mit dem Team der Galerie Halbach, entstehen kann .

Von Doris Hennies

Ein Anteil von Michele Roccotellis Werken für die aktuelle Ausstellung "Fest der Farbe" kam noch in Celle an - der Künstler selbst und ein weiterer Teil seiner Arbeiten mussten in Italien bleiben.

Die Ausstellung ist online zu sehen unter www.galerie-halbach.de.