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Westercelle Starke Klänge polnischer Musik
Celle Aus der Stadt Westercelle Starke Klänge polnischer Musik
11:55 20.05.2019
In der Christuskirche Westercelle trat ein Chor der Wirtschaftshochschule Warschau auf. Quelle: David Borghoff
Celle - Westercelle

Welch ein klangstarker Chor! Der mehrfach ausgezeichnete, gut 40-köpfige Chor der Wirtschaftshochschule Warschau hat in der Westerceller Christuskirche Station gemacht und dort ein sehr gut aufgenommenes Konzert gesungen. Allerdings: Der Besuch des Konzerts war erschreckend. Es waren gerade einmal so viele Zuhörer da wie Sänger. Diese konnten über die Länge des Programms genauso staunen wie über die Qualitäten des Chores. Zumindest dann, wenn er Musik sang, die ihm lag. Das war die gemäßigt moderne Musik polnischer Zeitgenossen, aber auch die des Amerikaners Eric Whitacre. Dann gab es noch einen kleinen, aber hervorragend gesungenen Abstecher in die Unterhaltungsmusik vergangener Jahrzehnte bei der Zugabe.

Anspruchsvolle Repertoire

Besonders bemerkenswert für einen Chor, der sich weitgehend aus Laien zusammensetzt, ist es, dass er im sängerisch so anspruchsvollen Repertoire des zwanzigsten Jahrhunderts so zuhause ist, wie das hier zu erleben war. Die Warschauer setzen mitten in einem Stimmwirrwarr auf einen harmonisch eben gerade nicht naheliegenden Ton verblüffend sicher ein. Und sie singen Tonschichtungen und Tontrauben eher wie ein Profi- als wie ein Laienchor. Das war faszinierend zu erleben und beeindruckte das kleine, aber mit offenen Ohren gesegnete Publikum in hohem Maße. Dass zudem zumindest ein Teil dieser neuen Stücke sehr reizvoll und gekonnt komponiert war, das kam noch positiv dazu. Für den aufmerksamen Hörer zusätzlich interessant: Der Chor trat mit zwei Dirigenten auf, die in ihrer Art doch recht unterschiedlich agierten. Der Jüngere von beiden, Jakub Szafranski, hatte das Plus, dass er lockerer wirkte und dass sich diese Lockerheit auch auf den Chor übertrug.

Viel Mut bewiesen

Da hatte es der bereits 25 Jahre dem Chor verbundene Dirigent Tomasz Hynek schwer, zudem er das frühe Miserere von Gregorio Allegri dirigierte und eines der Gipfelwerke der A-cappella-Literatur, die Bach-Kantate „Jesu meine Freude“. Diese Stücke lagen dem Chor spürbar fern. Die Grundvoraussetzungen für diese Musik, nämlich ein homogener Klang, ist nicht Stärke dieses Chors. Der polnische Chor stellte sich gerade bei diesen Stücken eher als eine Ansammlung von individuellen Stimmen dar denn als ein Kollektiv. Und man hörte bei der Bach-Motette schlicht und einfach, dass die Sänger nur in einzelnen Passagen inhaltlich verstanden, was sie da gerade sangen. Keine Frage: Dieser offensichtlich nicht in der geistlichen Musik beheimatete Chor hat mit den kirchenmusikalischen Programmpunkten viel Mut bewiesen, aber es wäre vielleicht besser gewesen, wenn man diese Stücke durch ein paar einzelne, kürzere weltliche Stücke der Romantik ersetzt hätte.

Von Reinald Hanke

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