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Wietzenbruch Gemeinsames Gärtnern verbindet
Celle Aus der Stadt Wietzenbruch Gemeinsames Gärtnern verbindet
15:37 15.05.2019
Start in ein interkulturelles Garten-Abenteuer: Die Malteser Mizgin Kizilyel, Anke Bieler und Magdalena Kotwica setzen den ersten Spatenstich auf dem Areal in Wietzenbruch. Quelle: Anke Schlicht
Wietzenbruch

Lust am Gärtnern und an der Begegnung mit Menschen sind auf lange Sicht gefordert, um das umzusetzen, was dem Malteser-Integrationsdienst in Kooperation mit dem Caritasverband Celle vorschwebt. „Wir gehen davon aus, dass gemeinsames Gärtnern verbindet und sich darauf etwas Zwischenmenschliches aufbaut“, erläutert Anke Bieler vom Malteser Hilfsdienst den Grundgedanken.

Lobetalarbeit stellt Areal

Und jeder, der mitmachen möchte, Ideen und Tipps hat, ist herzlich willkommen – mit oder ohne Migrationshintergrund, mit oder ohne Kenntnisse rund ums Gärtnern. Vorgesehen sind ein Zier- und ein Nutzgarten, die Lobetalarbeit stellte das knapp 2000 Quadratmeter große Areal zur Verfügung, die Firma ProH20 stiftete einen Brunnen und Landwirt Gudehus machte die Fläche pflanzbereit.

"Möchten ein Stück Heimat geben"

Nun stehen die beiden Celler Ehrenamtskoordinatoren in den Startlöchern und warten auf Mitstreiter. „Viele Geflüchtete, die zu uns kommen, hatten früher einen Garten, sie sehnen sich danach“, berichtet Magdalena Kotwica aus ihrer täglichen Arbeit, und ihr Kollege Mizgin Kizilyel fügt hinzu: „Wir möchten ihnen ein Stück Heimat geben.“ Und dabei soll es auch darum gehen, voneinander zu lernen. Wie wurde in den Herkunftsländern gegärtnert? Was ist in der deutschen Kultur rund ums Grün wichtig? „Wir wollen uns auf einheimische Pflanzen konzentrieren“, sagt Kizilyel, er hat sich von „Celle blüht auf“ inspirieren lassen, die Saatgutmischung wird rund um den kleinen schon vorhandenen Bienenstand Landeplatz für Insekten und Blickfang für die Menschen sein.

Ökologie trifft auf interkulturelles Miteinander

Ein spannendes Experiment nimmt seinen Anfang: Ökologie trifft auf interkulturelles Miteinander. Für die nahe Zukunft haben Kizilyel und Kotwica ein gemeinsames Erntedankfest im Herbst im Visier. Kizilyel denkt allerdings darüber hinaus, wenn er sagt: „In unserem Job geht es darum, zu zeigen, wie es in der Gesellschaft vorangehen kann.“

Von Anke Schlicht

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