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Blaulicht Amnestie für illegalen Waffenbesitz im Kreis Celle läuft aus
Celle Blaulicht Amnestie für illegalen Waffenbesitz im Kreis Celle läuft aus
17:38 26.06.2018
Von Carsten Richter
Wer unrechtmäßig im Besitz von Waffen ist und diese noch bis zum 1. Juli abgibt, wird nicht bestraft. Quelle: Uli Deck/dpa (Archiv)
Celle-Landkreis

Laut Landkreis Celle hat sich die einjährige Phase gelohnt. "Die Motivation, Waffen abzugeben – auch erlaubnisfreie Waffen –, wird durch eine Amnestie merklich erhöht. Dieses führt dazu, dass eine Vielzahl von Waffen aus dem Verkehr gezogen werden kann", zieht Pressesprecher Tore Harmening eine positive Bilanz. Insgesamt wurden seit rund einem Jahr 194 Waffen bei der Behörde abgegeben. In illegalem Besitz waren davon nach Harmenings Angaben 41. Dabei habe es sich um Kurz- und Langwaffen gehandelt. Abgegeben wurde auch Munition, gezählt hat sie der Landkreis aber nicht.

Auch die Stadt Celle und die Polizei haben in den vergangenen zwölf Monaten Waffen entgegen genommen, ohne Strafen für unrechtmäßigen Besitz zu verhängen. Die Celler Polizeisprecherin Birgit Insinger berichtet von gerade einmal zehn Abgaben, davon neun aufgrund von Amnestie. Von den 46 bei der Stadt Celle abgegebenen Gewehren und Pistolen waren 28 erlaubnispflichtig, das heißt für sie muss beim Kauf eine Waffenbesitzkarte vorgezeigt werden. "Für den Rest der Waffen gilt zwar, dass sie frei erwerbbar sind, aber nicht automatisch in der Öffentlichkeit mit sich geführt werden dürfen. Hier würde gegebenenfalls der kleine Waffenschein greifen", sagt Stadtsprecherin Myriam Meißner.

Anfang 2017 hatte die Bundesregierung eine entsprechende Änderung des Waffengesetzes beschlossen, den illegalen Erwerb und Besitz von Schusswaffen und Munition für eine bestimmte Frist nicht mehr unter Strafe zu stellen. Der Gedanke: die zahl der illegal kursierenden Waffen verhindern. Die Änderungen seien ein Gewinn für die Sicherheit in Deutschland, hatte der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gesagt.

Im Jahr 2009 hatte es schon mal eine Amnestie-Regelung gegeben. Mehr als 26.600 illegale Waffen seien damals landesweit abgegeben worden, heißt es vom Niedersächsischen Innenministerium. Bei der Celler Polizei blieb die Zahl der illegal abgegebenen Waffen im Vergleich zu 2009 identisch.

Bei einer Amnestie entgehen die Besitzer der Waffen, bei denen es sich häufig um Erbstücke handelt, einer Freiheitsstrafe. "Laut Waffengesetz reicht die Strafandrohung für illegalen Waffenbesitz von sechs Monaten bis zu fünf Jahren", so die Celler Polizeisprecherin Insinger.

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